Konstituierende Sitzung der Synode

Wichtige Wahlen stehen an

Am Samstag, 24. Februar, tagt erstmals die im September 2017 gewählte Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf. Sie wird um 9 Uhr mit einer Andacht von Propst Dr. Thomas Bergemann in der St. Nikolaikirche Elmshorn eröffnet, anschließend wird die Tagung im Kirchlichen Zentrum Elmshorn, Kirchenstraße 1, gegenüber fortgesetzt. Im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung stehen wichtige Wahlen: Die Synode wird aus ihrer Mitten die Mietglieder ihres Präsidiums, des Kirchenkreisrates, des Finanz- und des Bauausschusses wählen.
Inzwischen gehören 77 Frauen und Männer dem Kirchenparlament an, zuvor waren es 88. Die Kirchenkreissynode ist die Vertretung der 39 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf sowie der Dienste und Werke innerhalb des Kirchenkreises. Sie berät und beschließt im Rahmen des Kirchenrechtes über die Angelegenheiten des Kirchenkreises, beispielsweise über den Haushalt. Die Synode besteht mehrheitlich aus so ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern. Der Kirchenkreisrat, dem der Propst von Amts wegen angehört, hat die Aufsicht über die Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und führt die laufenden Geschäfte. Er setzt Synodenbeschlüsse um und bereitet Entscheidungen der Synode vor. Nachdem die letzte Kirchenkreissynode aufgrund der Fusion der Nordkirche acht Jahre tätig war, läuft die Amtszeit der neuen Synode wieder regulär über sechs Jahre.

Grundsteinlegung für gesunde Entwicklung

Kita-Fachkräfte in Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm fortgebildet

Sichtlich gelöst wirkten die sieben pädagogischen Fachkräfte vergangenen Freitag bei der Zertifizierungsfeier im Diakonischen Werk in Elmshorn. Über zwei Jahre haben sie sich in einer Fortbildung zu Papilio-Erziehern qualifiziert, dafür erhielten sie nun ihre Zertifikate.
Das Präventionsprogramm „Papilio-3bis6“ unterstützt Erzieher und Eltern dabei, erste Verhaltensauffälligkeiten im Kindergartenalter zu reduzieren und die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu stärken. „Mit dem Programm legen die Erzieherinnen spielerisch den Grundstein für eine gesunde Entwicklung und wappnen ihre Schützlinge gegen Sucht und Gewalt“, sagte Werner Siedenhans, Geschäftsführer der Barmer Elmshorn. Die Krankenkasse ist seit 2016 Präventionspartner des Programms in Schleswig-Holstein.
Die Fortbildung besteht aus einem Basis- und einem Vertiefungsseminar und vermittelt den pädagogischen Fachkräften Grundlagen der frühkindlichen Prävention sowie Bausteine des Programms. Die Erzieherinnen und Erzieher setzen das Programm bereits während ihrer Fortbildung in ihrer Einrichtung um. „Kinder, die von klein auf lernen, mit Gefühlen umzugehen und Konflikte zu bewältigen, werden fürs ganze Leben gestärkt“, sagte Birgit Hadel, Papilio-Trainerin beim Diakonischen Werk Rantzau-Münsterdorf.
Vier der zertifizierten Erzieherinnen sind aus der Evangelischen Kindertagesstätte Memeler Straße in Elmshorn, die auch als Papilio-Einrichtung selbst zertifiziert wurde, da inzwischen alle Fachkräfte die Papilio-Fortbildung durchlaufen haben. Insgesamt haben zehn pädagogischen Fachkräfte die Fortbildung absolviert, drei konnten leider nicht zur Übergabe kommen. Die sieben Anwesenden aber zeigten stolz auf ihre Zertifikate und ließen sich anschließend ein ausgedehntes Frühstück schmecken. Informationen rund um Papilio unter www.papilio.de.

Foto (v.l.): Marina Mohn (Kita Miniforscher Kummerfeld), Stefanie Sieslack (Kita Wattenbeck), Birgit Hadel (Papilio Trainerin), Christiane Carstensen (Kita-Leitung Memeler Straße), Sabrina Laskowski (Memerle Straße); vorne: Robert Wessels (Kita Wattenbeck), Melanie Schulz (Memerle Straße)

„So viel Du brauchst“

Fasten für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit

Foto: Martin Epha

Jürgen Michel, Silke Täger, Sabine Kreitschik, Cornelia Epha, Torsten Krause, Jens Haverland, Dieter Hansen„Honig statt Nutella“ oder „häufiger mal auf dem Wochenmarkt Regionale Produkte kaufen“, die Vorstellungen der Teilnehmenden des diesjährigen Klimafastens sind ganz unterschiedlich. Nur in einem sind sich die meisten einig: „ganz auf’s Auto verzichten wird schwer und um Plastik im Alltag kommen wir nicht drum rum.“
Rund 10 Personen waren bereits am Rosenmontag zu dem Informationsabend über die Initiative „Klimafasten“ in das Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde in der Breslauer Straße gekommen. Die langjährige Kenia-Partnerschaftsgruppe hatte dazu den neuen Pastor der Ökumenischen Arbeitsstelle im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, Jens Haverland, eingeladen. Dieser informierte über die sieben Themenabende und das Anliegen der bundesweiten Fastenaktion, die konfessionsübergreifend von neun evangelischen Landeskirchen und einem katholischen Bistum organisiert wird.
„Kernstück ist eine handliche Fastenbroschüre, so dass jeder mitmachen kann“, erläutert Pastor Jens Haverland die Aktion. Diese kann allen Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden und ist im Internet runterzuladen (www.klimafasten.de). „Außerdem gibt es ein großes Plakat, an dem die persönlichen Erfahrungen aus den sieben Wochen eingetragen werden“, fügt der junge Theologe hinzu, „das motiviert vielleicht auch andere kleine Dinge im Alltag auszuprobieren. Neben den Umweltfragen geht es aber auch um die eigene Spiritualität.“ Fasten bedeutet nicht Verzicht, sondern innehalten und zur Ruhe kommen. „Durch ein bewussteres Leben nehmen wir unsere Umwelt anders wahr. Ein anderes Handeln ist dann ein weiterer Schritt“, sagt Jens Haverland mit Blick auf die sieben Wochen bis Ostern.
Erste konkrete Erfahrungen werden die Teilnehmenden schon bis zum nächsten Treffen sammeln „Ich versuch mal einen Tag auf mein Handy zu verzichten“, nimmt sich eine Teilnehmerin vor. „Das wird bestimmt komisch – ohne mein Handy fühle ich mich so nackt!“
Wie es den Teilnehmenden ergangen ist, kann demnächst im Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde auf dem großen Plakat gelesen werden. Weitere Interessierte können auch an Einzelterminen teilnehmen, eine Übersicht finden Sie rechts unter Aktuelles.

 

Foto: Jürgen Michel, Silke Täger, Sabine Kreitschik, Cornelia Epha, Torsten Krause, Jens Haverland und Dieter Hansen (v. l. n. r.) präsentieren das Mitmach-Plakat zum Klimafasten. Noch sind die Felder leer.

Fotograf: Martin Epha