Harmonie und Gestaltungswille

Am 15. September fand im Kirchlichen Zentrum Elmshorn die Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf satt

„Schon in wenigen Jahren werden viele Pastorinnen und Pastoren fehlen. Pfarrstellen, die über lange Zeit, ja auf Dauer vakant bleiben. Jede dritte Pfarrstelle unbesetzt, das ist eigentlich unvorstellbar!“, mit diesen Worten eröffnete Propst Dr. Thomas Bergemann nach einer gemeinschaftsstärkenden Andacht in der St.-Nikolai-Kirche die Synode. Und er bot keine einfachen Lösungen an. Im Gegenteil, der Propst warf viele Fragen auf und forderte seine Mitgläubigen dazu auf, dieses Problem gemeinsam anzugehen: „Wir müssen zusammenstehen, unsere Kräfte bündeln, Gewohnheiten ablegen, Neues denken und wagen.“
Ein passender Einstieg, denn im Anschluss stellten sich die Kandidaten für die Landessynode zur Wahl. Die Landessynode ist das erste Leitungsorgan der Nordkirche. Es berät und entscheidet über alle Angelegenheiten der Landeskirche – und wird sich auch mit dem vom Propst angesprochenen Thema auseinandersetzen müssen. Gewählt wurden die vier Gemeinde-Synodalen Malin Seeland, Synodenpräses Beate Raudies, Rüdiger Blaschke und Karin Lewandowski. Vertreten werden sie durch Hinnerk Egge, Ralf Gercken und Günter König. Als Pastoren-Synodale werden Thorsten Gloge und Telse Möller-Götsche nach Travemünde (Austragungsort der Landessynode) geschickt, Pastor Dr. Ulrich Palmer und Pastorin Gabriele Schinkel vertreten Sie. Mitarbeiter-Synodaler ist Ronald Schrum-Zöllner, seine Vertretung Katrin Hausschildt.
Zudem wurde ein Umwelt- und Klimaausschuss beschlossen, der seit längerem bereits in der Vorbereitung ist. Ihm gehören nun Vera Köthe-Stender, Peter Lüschow, Christel Welsch, Martin Epha (Vertr.), Florian Frisch, Achim Franzen und Kai Mahrt, Peter Rodermund.
Auch der sogenannte MÖP-Ausschuss (Ausschuss für Mission, Ökumene und Partnerschaft) kam zustande, nicht zuletzt weil Ökumene-Pastor Jens Haverland eine seiner gewohnt mitreißenden Reden für die Bildung des Ausschusses hielt. Mit diesem Ausschuss sollen die ökumenischen Kontakte des Kirchenkreises in die Welt gefördert werden. Als Mitglieder wurden Cornelia Epha, Pastor Ralf Greßmann, Lydia Knoche, Simone Landgraf, Mareike Maranis, Rolf Paulsen und Waltraut Sachau gewählt.
Einstimmig einigte sich die Synode auf Sven Hustedt als Mitglied des Kirchenkreisjugend-ausschusses (KKJA. Die Bildung eines Kindertagesstättenausschusses wurde hingegen vertagt.
Mehrheitlich und ebenfalls diskussionslos wurde von der Synode beschlossen, dass Baumaßnahmen für den barrierefreien Zugang zu Kirchen und Kirchenräumen zukünftig vom Kirchenkreis bezuschusst werden können. In dem Antrag heißt es: „Mit Blick auf die Grundgedanken der Inklusion sollte der Zugang zur Kirche auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität so leicht wie möglich gemacht werden und aktiv mit baulichen und finanziellen Mitteln unterstützt werden.“
Außerdem wurde die Jahresrechnung 2016 des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf sowie die Verwendung des Jahresüberschusses 2016 in Höhe von 230.438 Euro beschlossen. Dieser geht zu 51 Prozent (117.523 Euro) an die Kirchengemeinden, mit 49 Prozent (112.914 Euro) an den Kirchenkreis. Am 10. November findet die Haushaltssynode statt. Es könnte sein, dass die Synode dann diskussionsreicher wird.