Synode

Das höchste Entscheidungsgremium jedes Kirchenkreises heißt Synode. Die Synodalen aus den 38 Kirchengemeinden unseres Kirchenkreises, den Diensten und Werken, aus der Mitarbeiterschaft und dem Konvent der Pastorinnen und Pastoren tagen mehrmals im Jahr. Die Sitzungen sind öffentlich. Die Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf besteht aus 77 Mitgliedern: 42 Ehrenamtliche, 14 Pastoren und je 7 Mitglieder aus dem Bereich Mitarbeiter, Dienste und Werke sowie Berufene.

Unter der Leitung des gewählten Präsidiums berät und beschließt die Synode den Haushalt des Kirchenkreises sowie die Verteilung der Kirchensteuermittel an die Einrichtungen. Sie kann Pfarrstellen einrichten, kümmert sich um die ökumenische Verbundenheit mit Kirchenkreisen in aller Welt und entsendet Synodale in das höchste Entscheidungsgremium unserer Landeskirche: die Synode der Nordkirche. Aus der Synode geht zudem der Kirchenkreisrat hervor.

Präsidium der Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf: Präses Beate Raudies (Mitte), Vizepräses Pastorin Gabriele Schinkel, 2. Vizepräses Florian Frisch

Synodenbüro

Kirchliches Verwaltungszentrum
Heinrichstraße 1
25524 Itzehoe

Christiane Kersten
04821 40 70 11 01
synode(at)kk-rm.de

Kirchenkreisrat

Der Kirchenkreisrat (KKR) des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf hat neun Mitglieder, darunter Propst Dr. Bergemann und sein Stellvertreter Torsten Becker als geborene Mitglieder. Die übrigen Mitglieder  - eine Gemeindepastorin, eine Mitarbeiterin und fünf Ehrenamtliche - wurden am 24. Februar 2018 aus der Mitte der Kirchenkreissynode gewählt. Der KKR setzt unter anderem die Beschlüsse der Kirchenkreissynode um, insbesondere zum Haushalt und zum Stellenplan des Kirchenkreises. Er verwaltet die Angelegenheiten des Kirchenkreises, führt die Aufsicht über die Kirchengemeinden und die Mitarbeiter des Kirchenkreises und achtet auf die Ausführung der Gesetzte und Rechtsverordnungen des Landeskirchenamts der Nordkirche.

Synode beschließt Haushaltsplan 2019

Für die nächsten Jahre sind stärke Veränderungen zu erwarten

„Vordergründig sind wir hier, um den Haushalt zu beschließen, in Wahrheit geht es um das, was uns als Kirche wichtig ist!“, so begrüßte Propst Dr. Bergemann die Anwesenden beim Gottesdienst in St. Nikolai zu Beginn der Haushaltssynode am 10. November 2018 in Elmshorn. Dass es dem Propst um weit mehr als die Verteilung der Finanzmittel ging, wurde in der Sitzung deutlich, als er als Kirchenkreisratsvorsitzender zentrale Themen ansprach: „Wir müssen miteinander lernen loszulassen und uns auch von Dingen, die uns lieb geworden sind, trennen. Wir sollten den Blick schärfen und weniger „Kirche für Menschen“ als „Kirche mit Menschen“ sein, wahrnehmen was sie umtreibt und dies aufnehmen. Es ist Zeit, um Experimente zu machen, mehr Mut zu haben, auch Wege zu gehen, die sich vielleicht nicht als glorreich herausstellen.“

Dies Loslassen und sich mit den Menschen auf den  Weg zu machen sei Ausdruck unseres Glaubens und Vertrauens.

Eine der großen Aufgaben der Zukunft wird sein, die bevorstehenden Veränderungen, die im Bereich der Pfarrstellen zu erwarten sind, anzugehen. Die Landeskirche prognostiziert einen umfassenden Strukturwandel: Die Zahl der Pastoren wird in den kommenden zehn Jahren deutlich sinken. Nordkirchenweit werden ca. 600 Pastorenstellen unbesetzt bleiben müssen. Es gibt einerseits zu wenig Neuanfänger und andererseits zu viele, die zur gleichen Zeit in den Ruhestand wechseln.

Aus diesem Grund wird die Landeskirche voraussichtlich bereits ab Mitte 2019 die Neubesetzung von Pfarrstellen deckeln. Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf muss damit rechnen, dass 2030 nur noch gut die Hälfte der Pastorenstellen besetzt sein werden. Es ist zwingend notwendig, dieses Thema zu behandeln. Die Regionen werden zukünftig gefragt sein, sich intensiv in diesen Bereich mit einzubringen. Die Strukturen der Gemeinden werden sich in großem Maße ändern müssen. Es wird auch darum gehen eine gesunde Form von Solidarität im Kirchenkreis zu entwickeln, wenn einige Regionen deutlich weniger Pastoren vorweisen als in den Städten.

„Es wird nur gemeinsam gelingen diese große Herausforderung zu meistern. Wir müssen uns verändern, und wir werden das tun. Ich lasse mich gerne in Ihre Kirchengemeinden und Regionen einladen, um mit Ihnen an Lösungen zu arbeiten.“, so der Propst.

Ohne weitschweifende Diskussionen und mit großer Einigkeit wurde der vorgelegte Haushaltsplan von der Synode beschlossen. 13,7 Mio. Euro (gerundet) sieht die Schlüsselzuweisung der Landeskirche für den Haushaltsplan des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf für das Jahr 2019 vor. Nach Abzug des Gemeinschaftsanteils werden, wie auch in den Jahren zuvor, 49% des Geldes für Aufgaben des Kirchenkreises verwendet und 51% fließen zu den Kirchengemeinden. Das entspricht insgesamt einer Zuweisung von 37,11 Euro pro Gemeindemitglied.