Das Kirchliche Verwaltungszentrum (KVZ) erledigt die Verwaltungsgeschäfte des Kirchenkreises, der Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände mit den dazugehörigen Einrichtungen. Verwaltungsgeschäfte sind Tätigkeiten, durch die Entscheidungen und Maßnahmen zur Erfüllung des kirchlichen Auftrages vorbereitet und ausgeführt werden. Die jeweilige kirchliche Körperschaft bleibt Träger ihrer Verwaltungsaufgaben; es muss gewährleistet sein, dass sie ihre Gestaltungshoheit und Eigenverantwortlichkeit uneingeschränkt und effektiv wahrnehmen kann. Das KVZ des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf hat ihren Sitz in Itzehoe.

Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Kirchliches Verwaltungszentrum
Heinrichstraße 1
25524 Itzehoe

04821 40 70 -0
04821 40 70 -20 00
verwaltung(at)kk-rm.de

Das Kirchliche Verwaltungszentrum ist zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen. Unsere Mitarbeitenden sind vom 27. bis 30.12.2022 sowie an den Feiertagen nicht erreichbar.

Ansprechpartner in der Verwaltung

In unserem aktuellen Wegweiser finden Sie die zuständigen Mitarbeitenden des Kirchlichen Verwaltungszentrums mit Telefonnummern.

Die Organisationsstruktur und die Liste der jeweiligen Zuständigkeiten mit Namen geben einen Üblick über unsere Verwaltungsstruktur im Kirchlichen Verwaltungszentrum Itzehoe.


Alles zur Umsatzsteuer 2B

Schulungsvideo aus dem KVZ

Ab Januar muss die Kirche zahlen

Beim Gemeindefest wird Kuchen gegen Spende ausgegeben. Der Kirchenmusiker spielt in mehreren Kirchen die Orgel. Zwei Gemeinden teilen sich eine Diakonin. Im Gemeindehaus wird ein Flohmarkt veranstaltet. Was alle diese Szenarien gemeinsam haben? Sie sind ab nächstem Jahr prinzipiell umsatzsteuerpflichtig.

Eine Gesetzesänderung, zu finden unter dem Namen „§2b Umsatzsteuer“, hat für den öffentlichen Dienst und damit auch die Kirche große Auswirkungen. Die neue Regelung besagt, dass alle Dienstleistungen, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts von „außen“ – dazu zählt auch die Nachbargemeinde oder der Kirchenkreis – einkauft oder sich schenken lässt, ab 2023 umsatzsteuerbar sind.

Hoheitliche oder gewerbliche Aufgaben?

Zu trennen ist zwischen hoheitlichen Aufgaben, also jenen, die die kirchliche Einrichtung „kraft öffentlichen Rechts zu erfüllen hat“ und gewerblichen, welche „am Markt“ erworben werden können. So kann auf dem Friedhof eine Bestattung nur die Kirche durchführen, die Grabpflege aber ist gewerblich. Mit der Umsatzsteuer auf gewerbliche Leistungen soll dem Wettbewerbsvorteil, den eine kirchliche Einrichtung gegenüber einem kommerziellen Dienstleister hätte, begegnet werden. Die Krux dabei: Es ist ganz gleichgültig, ob diese Leistung tatsächlich bezahlt oder etwa zum Beispiel gegen Spende abgegeben oder verschenkt wird. Was zählt ist, dass es sich nicht um eine hoheitliche, sondern eine gewerbliche Leistung handelt.

Viele Kirchengemeinden müssen nun Lösungen etwa für ihre Mitarbeitenden im Jugend- und Musikbereich suchen. Denn diese sind häufig anteilig in mehreren Körperschaften tätig. Auch Veranstaltungen sind betroffen, selbst wenn man statt Eintritt nur eine Spende nimmt. Erfahrungswerte und Best-Practice-Beispiele gibt es noch nicht, denn die Umsatzsteuer ist auch für die Kommunen neu.

Kirchenkreis und Nordkirche bieten Schulungen an

Alle sind nun gebeten, ihren Haushalt einmal Posten für Posten auf der Suche nach gewerblichen Leistungen durchzuschauen und dem Kirchenkreis eine Aufstellung zukommen zu lassen. Auch Arbeitsverträge müssen geprüft werden, genauso wie weitere Dienstleistungen, z.B. der nicht-hoheitliche Teil im Bereich Friedhof.

Verwaltungsleiterin Sabine Tischendorf hatte bereits Info-Veranstaltungen für Kirchengemeinderäte angeboten und wird gemeinsam mit dem Kichenkreis Dithmarschen Online-Schulungen durchführen Außerdem berät das Team aus dem KVZ Kirchengemeinden weiter individuell. Ziel ist, Steuerpflicht dort zu vermeiden, wo Aufgaben anders strukturiert werden können und dort, wo es zur Steuerpflicht kommen wird, diese zu erkennen und vorbereitet zu sein.