Zwei neue Stellen sollen religiöses Profil und Qualität der Kitas stärken

Im Rahmen der Haushaltsberatungen am 8. November hat Ralf Gercken, Vorsitzender des Kita-Ausschusses, zwei wichtige Neuerungen im Stellenplan vorgestellt: Eine pädagogische Fachberatung sowie eine religionspädagogische Referent:in für evangelische Kindertagesstätten im Kirchenkreis

Pädagogische Fachberatung: Qualität gemeinsam gestalten 

Die Fachberatung richtet sich an Kitas in Trägerschaft von Kirchengemeinden, Vereinen und Diakonie und soll diese in zentralen Bereichen unterstützen: 

  • Strukturentwicklung, Personal- und Qualitätsmanagement
  • Elternarbeit – auch in herausfordernden Situationen
  • Beratung in wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen
  • Unterstützung bei Verhandlungen mit Kommunen 

Die Stelle der pädagogischen Fachberatung ist schon im Stellenplan enthalten, war jedoch in den vergangenen Jahren auf Kirchenkreisebene unbesetzt. Die Kindertagesstätten haben stattdessen von unterschiedlichen externen Dienstleister:innen Fachberatung bezogen. Nun soll die Stelle auf Kirchenkreisebene wieder aktiviert werden – vorausgesetzt, der konkrete Bedarf wird festgestellt und die Finanzierung gesichert. Gespräche mit einzelnen Kita-Träger:innen laufen. 

Die Stelle soll aus Mitteln des SQKM (Standard-Qualitäts-Kosten-Modell) finanziert werden. Diese Mittel stellt das Land Schleswig-Holstein den Kita-Trägern seit dem 1. Januar 2025 gemäß des neuen Kita-Gesetzes zur Verfügung – speziell für Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Fachberatung. Eine zusätzliche Finanzierung durch den Kirchenkreis ist nicht vorgesehen. 

Religionspädagogische Referent:in: Evangelisches Profil sichtbar machen 

Neu im Stellenplan ist die Position einer religionspädagogischen Referent:in im Umfang einer 80-Prozent-Stelle. Sie wird aus Mitteln des Kirchlich-Diakonischen Profilbeitrags (KDP) finanziert, einem freiwilligen Beitrag, der seit 2025 aus Kirchensteuermitteln erhoben wird. Der KDP ist nicht für den laufenden Betrieb der Kitas gedacht, sondern dient ausschließlich der Stärkung des evangelischen Profils. 

Die neue Referent:innen-Stelle soll alle 46 Kindertagesstätten im Kirchenkreis dabei unterstützen, den christlichen Glauben im Alltag der Kinder und Familien erlebbar zu machen. Ziel ist es, Kitas stärker als lebendige kirchliche Orte sichtbar zu machen und die religiöse Bildung professionell zu begleiten. 

Die neue Stelle soll die Qualität der Angebote sichern und die Verwendung der KDP-Mittel dauerhaft strukturell verankern, damit Religionspädagogik ein fester Bestandteil kirchlicher Arbeit in den Kitas wird und bleibt. 

Mehr zu den Haushaltsberatungen finden Sie im Artikel: Kirchenkreissynode beschließt den Haushalt für 2026

Veröffentlicht am Mo. 10.11.2025