Synode, Bild aus der Sitzung

Kirchenkreissynode beschließt den Haushalt für 2026

Natalie Lux

Der Haushaltsplan 2026 zeigt den Beginn des Rückgangs der Einnahmen. Die Kirchengemeinden profitieren von einer Sonderzuweisung infolge des positiven Jahresabschlusses von 2021. Der Kirchenkreis steht indes weiter unter Druck. Im Jahr 2026 ist erstmals kein Vorwegabzug zur Bildung von Rücklagen und Fonds eingeplant.

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf hat den Haushaltsplan 2026 verabschiedet. Die Schlüsselzuweisungen der Landeskirche sinken leicht auf 13,65 Millionen Euro (2025: 13,9 Mio. Euro). Gleichzeitig steigen die Kosten – vor allem für Personal, Energie und Bauunterhaltung. Das Ergebnis: ein geplantes Defizit von 656.000 Euro, das wie in den Vorjahren durch Rücklagen ausgeglichen werden soll.

Sonderzuweisung für Gemeinden

Eine gute Nachricht: Aus dem Überschuss des Jahres 2021 erhalten die Gemeinden eine Sonderzuweisung von 5,34 Euro pro Gemeindeglied – insgesamt rund 402.000 Euro. Die reguläre Gemeindezuweisung steigt auf 42,15 Euro pro Gemeindeglied (2025: 35,68 Euro). Mit Clearingmitteln erhalten die Gemeinden insgesamt 49 Euro für jedes Mitglied. 

So werden die Mittel verteilt

Nach Abzug des Gemeinschaftsanteils (Pfarrbesoldung, Verwaltung, Klimaschutz etc.) gehen 68 Prozent der verbleibenden Gelder an die Gemeinden (rund 4,02 Mio. Euro) und 32 Prozent an den Kirchenkreis (rund 1,89 Mio. Euro).

Wichtige Budgets im Überblick

  • Pfarrbesoldungskosten: 4,25 Mio. €
  • Kirchliches Verwaltungszentrum: 2,25 Mio. €
  • Klimaschutzzuweisung: 109.200 €
  • Gemeinschaftsprojekte (Archiv, IT, Arbeitssicherheit, Friedhofsberatung u.a.): 709.600 €
  • Kirchlich-diakonischer Profilbeitrag (Kitas): 68.200 €
  • Investitions- und Baumaßnahmen: 272.900 €
  • Förderung der Zusammenarbeit in den Regionen: 68.200 €
  • Öffentlichkeitsarbeit: 160.600 €
  • Jugendwerk: 94.900 €
  • Kirchenmusik: 65.800 €
  • Diakonisches Werk: 642.400 €

Neue Stelle für Kita-Arbeit

Im Stellenplan 2026 ist erstmals eine Referentenstelle für Religionspädagogik in Kitas vorgesehen. Damit soll das religiöse Profil in den Kindertagesstätten gestärkt werden. Die Stelle einer Kita-Fachberatung könnte neu besetzt werden. Mehr dazu im Artikel: Zwei neue Stellen sollen religiöses Profil und Qualität der Kitas stärken

Ausblick

Die Synode machte deutlich: Rücklagen können die Defizite zwar noch ausgleichen, doch die Herausforderungen bleiben. Sinkende Kirchensteuereinnahmen und steigende Kosten engen den finanziellen Spielraum weiter ein.

Veröffentlicht am Sa. 08.11.2025