Am 30. September und 1. Oktober kamen die Kita-Leitungen des Ev.-Luth. Kita-Werks Rantzau-Münsterdorf zur Klausurtagung im Bildungs- und Tagungszentrum Tannenfelde in Aukrug zusammen. Im Mittelpunkt standen Leitung, Führungskompetenz und Zusammenarbeit. Zwei Tage lang hatten die Teilnehmenden aus 27 Kitas Gelegenheit, ihren Leitungsalltag zu reflektieren, Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Themen gemeinsam weiterzudenken.
Anne Grünefeldt, Leiterin der evangelischen Kita Nordmarkstraße, fühlt sich nach der Klausurtagung gestärkt für ihren Berufsalltag: „Die zwei Tage haben uns als Leitungs-Team richtig gutgetan. Wir hatten Zeit, gemeinsam innezuhalten, Dinge zu reflektieren und neue Ideen zu entwickeln. Wir sind mit vielen guten Impulsen und einem gemeinsamen Blick nach vorne zurück in den Kita-Alltag gegangen.“
Patrick Laas, pädagogischer Referent im Kita-Werk, war neben Geschäftsführerin Dörte Raßmus, Mitorganisator der Tagung. Ihn beeindruckte besonders der Zusammenhalt der Leitungen: „Hervorheben möchte ich die sehr konstruktive, engagierte und motivierte Zusammenarbeit der Leitungsrunde vor Ort. Es hat sich in den letzten Jahren ein echter Teamspirit entwickelt. Alle profitieren voneinander und neue Leitungen werden herzlich und offen in diese Runde aufgenommen. Der Mix aus Persönlichkeiten und Kompetenzen macht diese Runde aus.“
Die zwei Tage in Aukrug haben gezeigt, wie sehr das Kita-Werk von der Kompetenz und dem Engagement seiner Leitungen lebt. Von meinungsstarken Diskussionen, Tischtennis und stets frischem Kaffee erzählt Martin Schutzka, Leiter der evangelischen Kitas Ansgarstraße und Rethfelder Ring, im folgenden Gastbeitrag.
Gastbeitrag von Martin Schutzka: Zwei Tage, die das Miteinander stärken
(leicht gekürzt und redigiert)
Am Mittwoch, dem 30.9.2026, machte ich mich auf den Weg nach Aukrug. Dort angekommen wurde ich von schönstem Wetter begrüßt. Das Gepäck ausgepackt, ging es in die Lobby des Tagungszentrums Tannenfelde.
Der Dozent begrüßte uns und erläuterte den inhaltlichen Plan für die nächsten beiden Tage: Wir sollten uns mit unserer Rolle und Haltung als Leitung beschäftigen. Dazu gehörte auch die Frage, sich als Leitung von Themen abzugrenzen, ohne sie aus den Augen zu verlieren, um Überforderung vorzubeugen.
Im weiteren Verlauf ging es um die Rolle des Trägers, der Kommunikation von Trägerentscheidungen und der eigenen Loyalität gegenüber diesen Entscheidungen. Unsere Leitungsrunde präsentierte sich, wie gewohnt, inhaltlich gut aufgestellt und meinungsstark. Es fiel leicht, viele positive Momente und Inhalte aus diversen Gesprächen mit meinen Leitungskolleg:innen mitzunehmen. Hier zeigte sich für mich eine der größten Ressourcen des Kita-Werks: Ganz gleich in welcher Konstellation man Gespräche innerhalb der Leitungsrunde führt, man erfährt von allen Seiten Hilfsbereitschaft und kompetente Unterstützung, soweit benötigt. Das ist nicht selbstverständlich und fühlt sich sehr gut an.
Das Essen und das gesamte Catering waren sehr lecker, man wurde immer satt und zu jeder Tageszeit wurde sich um das leibliche Wohl gekümmert, ganz wichtig: Immer frischer Kaffee. Großen Dank an das Team des Hauses Tannenfelde.
Nach Abschluss des ersten Tages ging es zum gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden Abendprogramm. Fast alle Leitungen blieben vor Ort. Der Abend wurde abwechslungsreich auf der Kegelbahn, am Kickertisch, der Tischtennisplatte, der Dartscheibe oder auf der Terrasse bei angenehmen Abendtemperaturen verbracht. An allen Ecken wurde gelacht, geredet und das Beisammensein genossen. Ein wirklich kurzweiliger Abend, der den ersten Tag abrundete.
Nach gutem Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück wurde sich wieder den inhaltlichen Themen gewidmet. Hier blieb für mich insbesondere der letzte Abschnitt in Erinnerung. Anhand der Leitungsumfrage wurde konkret an Themen gearbeitet, die den Leitungen wichtig sind und die der Träger gerne ändern würde.
In Gruppenarbeit wurden klare Handlungsmöglichkeiten, Bedürfnisse und Wünsche durch die Teams herausgearbeitet. Hier möchte ich erneut den positiven Austausch hervorheben: Nie verharrte eine Diskussion in Beschwerden und Lamentieren über persönliche Situationen, stets stand Lösungsorientierung und Hilfestellung im Vordergrund.
Die Klausur endete für mich in dem Bewusstsein, dass es in allen Kitas Herausforderungen gibt und man mit diesen nicht allein ist. Ein starkes Leitungsteam und ein starker Träger stehen hinter uns und bieten in vielen Bereichen Unterstützung und Lösungswege an. Manchmal ist nicht die Krise das Problem, sondern die Frage, ob man zum Telefon greift und die richtige Telefonnummer wählt.

