Beschädigte Kupferbleche und Mauerwerksschäden am Turm der St.-Nikolai-Kirche auf einem Baugerüst.
Schäden am Mauerwerk und an Kupferblechen des St.-Nikolai-Kirchturms nach einem versuchten Kupferdiebstahl.

Vandalismus am Nikolaikirchturm: Schäden kurz vor Abschluss der Sanierung

Natalie Lux

Eigentlich sollte die Sanierung des Turms der St.-Nikolai-Kirche in diesem Monat ihren erfolgreichen Abschluss finden. Stattdessen haben Unbekannte in der Nacht zum Sonnabend erhebliche Schäden an der Baustelle verursacht. Der Vorfall verzögert die Fertigstellung der Arbeiten und überschattet den Einsatz vieler Förderer, Spender und Beteiligter.

Wir sind bestürzt - es gibt erheblichen Vandalismus am Turm der St.-Nikolai-Kirche. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend verschafften sich Unbekannte Zugang zur Baustelle und versuchten in einer Höhe von sieben bis neun Metern Kupferbleche zu entwenden. Dabei wurden nicht nur die Bleche selbst, sondern auch das historische Mauerwerk des Turms erheblich beschädigt.

Besonders bitter ist der Vorfall, weil die umfangreiche Turmsanierung kurz vor ihrem Abschluss stand. Nach Monaten sorgfältiger Planung und handwerklicher Arbeit sollte das Gerüst bereits Mitte November abgebaut werden. Nun müssen die Schäden zunächst begutachtet und anschließend aufwendig beseitigt werden.

Der Kirchenkreis leidet mit der Kirchengemeinde über diesen sinnlosen Schaden. Gerade in den vergangenen Monaten haben viele Menschen dazu beigetragen, dieses bedeutende Bauprojekt möglich zu machen. Öffentliche Fördermittel, Zuschüsse von Stiftungen sowie zahlreiche private Spenden haben geholfen, den historischen Kirchturm für kommende Generationen zu erhalten. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer haben die Sanierung aufmerksam begleitet und sich auf ihren erfolgreichen Abschluss gefreut. Umso größer ist die Enttäuschung darüber, dass ausgerechnet kurz vor dem Ziel mutwillige Zerstörung neue Schäden verursacht und den Zeitplan zurückwirft.

Die genaue Schadenshöhe wird derzeit ermittelt. Bereits jetzt steht fest, dass das Gerüst nicht wie geplant am 16. November abgebaut werden kann. Für die erforderlichen Reparaturarbeiten wird es weiterhin benötigt. Wie lange sich die Fertigstellung verzögert, hängt insbesondere davon ab, wie schnell die benötigten patinierten Kupferbleche beschafft werden können.

Damit wird der Turm der St.-Nikolai-Kirche auch zum Beginn des Lichtermarktes noch eingerüstet sein.

Veröffentlicht am So. 08.11.2026