„Ich sehe meine Arbeit nicht versorgungsorientiert, sondern wirkungsorientiert“, beschreibt Wöckener-Gerber ihren Ansatz. Sie will Themen anstoßen, Bewegung ermöglichen und Kirche als lebendigen, sichtbaren Ort in der Gesellschaft erfahrbar machen – dort, wo Frauen leben, arbeiten und sich engagieren.
Dabei denkt Pastorin Wöckener-Gerber über viele Möglichkeiten nach. Eine Pop-Up-Church zum Beispiel, eine Übernachtung für Frauen in der Kirche, eine Schaukel in der Kirche oder andere Möglichkeiten, unsere “schönen und historischen Kirchen zu nutzen”, wie sie sagt. Sogar ein „Fuck-up-Morning“ ist ihr in den Sinn gekommen. Dieser orientiert sich am bekannten Veranstaltungsformat der „Fuck-up-Nights“, bei denen Menschen sich treffen, um auf offener Bühne über Fehler, Umwege und Neuanfänge im beruflichen oder privaten Leben zu sprechen.
Auch gesellschaftliche Themen wie der Orange Day (Thema: Nein zu Gewalt an Frauen) sollen künftig aufgegriffen werden. Dafür möchte Wöckener-Gerber mit lokalen Initiativen, Frauenhäusern und engagierten Gruppen zusammenarbeiten.
Mit ihrem theologischen Hintergrund – insbesondere in feministischer Theologie – verbindet sie Spiritualität mit gesellschaftlicher Verantwortung. „Glaube ist eine Kraftquelle und bleibt lebendig, wenn daraus Handeln entsteht“, sagt sie.

