Die Sternsinger treten im Bürgersaal in Hohenaspe auf.

Kurrende Sängerinnen und Sänger bringen Weihnachtsbrauch nach Hohenaspe

Im Dezember füllte sich der Bürgersaal in Hohenaspe mit Adventsklängen: Kurrende Sängerinnen und Sänger aus der evangelischen Kita Unterm Regenbogen ließen einen Brauch aus dem Mittelalter neu aufleben. Im Januar wurden die Spenden übergeben.

Anfang Dezember erstrahlte der Bürgersaal in Hohenaspe im weihnachtlichen Glanz. Den musikalischen Auftakt gestalteten die Kurrende Sänger aus der Evangelisch-Lutherischen Kita Unterm Regenbogen unter der Leitung von Britta Kaiser-Krause. 

Die Idee für das Projekt hatte Frau Kaiser-Krause während eines Urlaubs in Dresden und Seiffen: „Dort sah ich Kinder als Kurrende Sänger. Ich war beeindruckt und wollte diesen Brauch auch hier in Hohenaspe mit Kindergartenkindern umsetzen“, berichtet sie. 

Was steckt hinter dem Brauch? 

Kurrende Sänger waren ursprünglich Schüler, die in der Advents- und Weihnachtszeit von Haus zu Haus zogen, Weihnachtslieder sangen und dafür Gaben erhielten. Dieser Brauch reicht bis ins Mittelalter zurück. Für den Auftritt nähten und bastelten die Beteiligten Kostüme, und die Kinder übten ihre Lieder sorgfältig ein. Sie ähneln den Sternsingern, die in Anlehnung an die Heiligen Drei Könige Anfang Januar umherziehen, Lieder singen und Spenden sammeln.

Spendenaktion für die Kinderklinik Itzehoe 

Die gesammelten Spenden kommen unter anderem der Frühchenstation der Kinderklinik in Itzehoe zugute. Unter dem Motto „Wie es anderen Kindern geht, ist uns nicht egal“ sind die insgesamt neun Sängerinnen und Sänger in unterschiedlichen Konstellationen bis kurz vor Weihnachten aufgetreten.

Dabei haben sie 448,50 Euro gesammelt. Bürgermeister Hans Otte hat im Namen der Gemeinde Hohenaspe die Summe auf 600 Euro aufgestockt.

Anfang Januar wollen die Kurrendesänger in der Frühchenstation auftreten und die Spende übergeben.

Veröffentlicht am Di. 16.12.2025