Der Überlieferung nach griff ein verwundeter Soldat während des Gefechts von Eckernförde 1849 zu einer Trompete und spielte die damals noch junge Schleswig-Holstein-Hymne. Andere Soldaten schöpften daraufhin neue Hoffnung, brachten erneut ein Geschütz in Stellung und gewannen die Schlacht gegen Dänemark. Später lebte der „Trompeter von Eckernförde“ als Handwerker in Kellinghusen. Friedhofsverwalter Thorben Trojahn hält die Erinnerung an ihn wach. Auf den Kellinghusener Friedhöfen bewahrt er historische Grabstätten und erforscht die Lebensgeschichten dahinter.
Ein Gedenkstein für fünf Kinder
Bei seinen Recherchen stieß Trojahn auch auf das Schicksal von fünf Kindern von Zwangsarbeiterinnen. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs auf dem Friedhof bestattet. Eine namentliche Erinnerung fehlt bislang. Die Einnahmen des Tags des Friedhofs sollen deshalb einem Gedenkstein für die Kinder zugutekommen.
Führungen, Musik und Kinderaktionen auf dem Nordfriedhof
Am Samstag, 19. September 2026, öffnet der Tag des Friedhofs in Kellinghusen den Blick für solche Geschichten und einen Ort, der mehr bietet als Grabstätten. Von 10 bis 17 Uhr erwarten die Gäste auf dem Nordfriedhof Führungen, Schaugräber, Musik und Kinderaktionen. Mehr als 15 Aussteller, darunter Bestatter, Steinmetze und die Stadtbücherei, beteiligen sich.
Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kapelle.
Führungen starten um 12, 14 und 15.30 Uhr am Infostand der Friedhofsverwaltung.
Veranstaltungsort ist der Nordfriedhof, Lindenstraße 102.
Für Essen und Getränke ist gesorgt.
Wie Friedhofsverwalter Thorben Trojahn Natur, Erinnerung und Begegnung miteinander verbindet, können Sie im Artikel Friedhof Kellinghusen: Zwischen Wald und Erinnerungnachlesen

