Wir stehen morgens auf und erfreuen uns an Kaffee oder Tee. Zum Frühstück gibt es ein frisches Brot. An einem grauen Regentag wärmt uns eine Suppe. Dinge, die uns wie selbstverständlich vorkommen. Sie sind einfach da. Wir nehmen Dinge als selbstverständlich an, ohne dass sie es sind.
Sogar die Reisefreiheit ist für viele Menschen selbstverständlich geworden. Wir können vom Westen Deutschlands in den Osten fahren und umgekehrt. Keine Grenze. Keine Kontrolle. Was heute selbstverständlich ist, war vor 40 Jahren nicht vorstellbar. Aber wie oft nehmen wir diese großen und kleinen Dinge im Alltag wirklich wahr? Durch Stress oder Routinen kann Dankbarkeit leicht in den Hintergrund geraten.
Am Samstag, dem 3. Oktober, gedenken wir der Deutschen Einheit, einen Tag danach feiern wir Erntedank. Beides sind Momente, die uns besonders einladen „Danke“ zu sagen.
Paulus legt der Gemeinde folgende Grundhaltung ans Herz: „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch“ (1. Thessalonicher 5, 16-18).
Ich möchte Sie ermutigen, einmal bewusst wahrzunehmen, wofür Sie in diesem Moment dankbar sind. Teilen Sie es mit Gott, er freut sich darüber. Und mit anderen Menschen, denn was gibt es Schöneres, als sich mit anderen zu freuen?
Ihr Pastor Patrick-Fabian Landmesser, Pfarrsprengel St. Jakobi-Itzehoe und Hohenlockstedt
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