Wiebke Turkat war eine Frau, die ihre Berufung lebte. Bis zu ihrer Erkrankung leitete sie die Bahnhofsmission Elmshorn, das Winternotprogramm und die Kleiderkammer des Diakonischen Werkes Rantzau-Münsterdorf. Für viele Menschen in Not war sie nicht nur eine Ansprechpartnerin, sondern eine Quelle der Hoffnung und Würde. Sie begegnete Menschen mit Respekt und Wärme, unabhängig von Herkunft oder Lebensgeschichte. Ihr Einsatz war geprägt von einer tiefen Überzeugung: Nächstenliebe ist gelebter Glaube.
Als sie 2007 den Aufbau der Bahnhofsmission übernahm, tat sie dies aus religiöser Überzeugung und mit der Kraft ihres Glaubens. Sie sah darin nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Mission. Unter ihrer Leitung wurde die Bahnhofsmission zu einem Ort der Zuflucht, des Zuhörens und der praktischen Hilfe – für Menschen, die oft am Rand der Gesellschaft stehen. Ihr Engagement war unermüdlich, ihre Energie ansteckend, ihre Herzlichkeit unvergleichlich.
Doch Wiebke Turkat wirkte weit über die Diakonie hinaus. Viele Jahre war sie Mitglied der Synode unseres Kirchenkreises. Bis zum Sommer gehörte sie dem Aufsichtsrat des Kita Werkes Rantzau-Münsterdorf an. Und sie engagierte sich im Vorstand der Bahnhofsmissionen in der Nordkirche. Sie brachte ihre Erfahrung, ihre Ideen und ihre Leidenschaft in alle Gremien ein – immer mit dem Ziel, Menschen zu dienen und Angebote zu schaffen, die Hilfe möglich machen.
Die Kolleginnen und Kollegen im Diakonischen Werk, die Ehrenamtlichen und die Menschen, denen sie geholfen hat, trauern um eine Persönlichkeit, die Spuren hinterlässt: Spuren der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung. Wir danken Wiebke Turkat für alles, was sie gegeben hat – für ihre Tatkraft, ihre Freundlichkeit und ihre unerschütterliche Zuversicht. Sie hat uns gezeigt, was es bedeutet, aus dem Glauben heraus zu handeln.
Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihrer Familie und allen, die ihr nahe standen. Möge Gott sie in seinen Frieden aufnehmen. Und möge ihr Wirken uns weiterhin inspirieren, den Weg der Nächstenliebe zu gehen.

