Propst Steffen Paar brachte vor der Synode einen Vergleich, der hängen blieb: „Es ist, wie wenn zwei Menschen heiraten.“ Und wie bei jeder guten Hochzeit gilt: Bevor gefeiert wird, müssen erst einmal Verträge sortiert, Zuständigkeiten geklärt und ein paar Ordner durchgearbeitet werden. Genau das hat die Synode nun getan – mit einem ordentlichen Stapel Bürokratie.
1. Der alte Pfarrsprengel muss gehen
St. Jakobi und Hohenlockstedt waren bislang pfarramtlich verbandelt. Bevor St. Jakobi in die neue Kreuz‑Kirchengemeinde einziehen kann, musste diese „alte Ehe“ erst sauber geschieden werden. Zum 31. Dezember 2026 wird der Pfarrsprengel aufgehoben. Beide Pfarrstellen stehen dann wieder auf eigenen Füßen – jeweils mit 100 % in Itzehoe und Hohenlockstedt. Die bisherige 1. Pfarrstelle in Hohenlockstedt entfällt. Ordnung muss sein.
2. Die Kreuz‑Kirchengemeinde entsteht
Die Kirchengemeinderäte von St. Jakobi und Dietrich‑Bonhoeffer haben längst Ja gesagt. Die Synode musste nur noch die Pfarrstellen neu sortieren – sozusagen die Sitzordnung für die neue Wohngemeinschaft. Ab 1. Januar 2027 gilt: – Die Pfarrstelle von St. Jakobi wird zur 1. Pfarrstelle der Kreuz‑Kirchengemeinde. – Die Pfarrstelle der Dietrich‑Bonhoeffer‑Gemeinde wird zur 2. Pfarrstelle. Beide weiterhin mit 100 %. Stabilität ist schließlich ein guter Start in jede Beziehung.
3. Errichtung eines neuen Pfarrsprengels mit Hohenlockstedt
Und weil man in der Kirche ungern allein unterwegs ist und weiter mit Hohenlockstedt liiert bleiben möchte, entsteht nach der Neugründung gleich ein neuer Pfarrsprengel: Kreuz‑Kirchengemeinde Itzehoe und Hohenlockstedt gehen künftig gemeinsam weiter. Also quasi eine Ehe zu dritt, nur in unterschiedlicher Struktur. Der neue Sprengel umfasst drei Pfarrstellen – die beiden Itzehoer Stellen und die Hohenlockstedter. Die bisherige 2. Pfarrstelle der Dietrich‑Bonhoeffer‑Gemeinde wird zur 3. Pfarrstelle des neuen Sprengels.

