Die Synode erhielt einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Diakonischen Werks und des Kita-Werks Rantzau-Münsterdorf. Beide gGmbH berichteten über ihre Entwicklungen und Perspektiven.
Verlässlichkeit im Diakonischen Werk
Das Diakonische Werk, so berichtete Vanessa Mangels aus dem Leitungsteam, führte seine Angebote stetig weiter und bleibe für Städte wie ländliche Regionen ein verlässlicher Partner. Menschen werden aktiv zu den Einrichtungen vermittelt, die Nachfrage ist hoch. Neu hinzugekommen ist nach Umstrukturierung die eigene Lohn- und Finanzbuchhaltung sowie kirchliche Gebäude wie das Pastorat in Neuendorf und eine Einrichtung in Kollmar. Dort wird stationäre Jugendhilfe betrieben. Daneben stehen Themen wie Fachkräftegewinnung und -bindung im Fokus. Kirchensteuerfinanzierte Angebote wie die Bahnhofsmission mit dem Winternotprogramm und der Kleiderkammer, Migrations- und Sozialberatung sowie die Familienbildungsstätte leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts knapper öffentlicher Mittel müssten jedoch Projekte kritisch geprüft und das Portfolio gegebenenfalls angepasst werden.
Hohe Anforderungen im Kita-Werk
Dörte Raßmus, Geschäftsführerin des Kita-Werks berichtete unter anderem von baulichen Herausforderungen: Eltern bevorzugten Neubauten mit moderner Ausstattung, während viele Gemeindehäuser, in denen Kitas betrieben werden, energetisch und baulich nicht mithalten können. Pädagogisch werde hervorragende Arbeit geleistet, doch hohe Krankenstände belasteten die Teams. Während Vertretungen für 15 Krankheitstage vorgesehen seien, liege der Durchschnitt bei 32 Tagen. Die Finanzierung befinde sich gerade nach dem Wegfall des kirchlichen Eigenanteils weiter im Defizit - aber mit einem positiven Ausblick schon für nächstes Jahr, wie Raßmus berichtete.
Positiv ist der Ausblick: Steigende SQKM-Mittel (Standard-Qualitäts-Kosten-Modell, eine gesetzliche Grundlage für die Finanzierung von Kitas) werden Defizite deutlich senken. Zudem tragen bereits 14 Einrichtungen des Werks das evangelische Gütesiegel. Bis 2027 hat die Leitung einen ehrgeizigen Plan: die Zertifizierung aller 26 Einrichtungen an. 25 Auszubildende im dualen Lehrgang und die enge Zusammenarbeit mit dem Regionalen Bildungszentrum (RBZ) Itzehoe stärken die pädagogische Qualität. Die Geschäftsführerin betonte zudem die deutlich gestiegenen Anforderungen an ihre Leitungen. Diese übernähmen heute weit mehr als pädagogische Verantwortung: Arbeitsschutz, Organisation und Management gehören inzwischen selbstverständlich zu ihrem Aufgabenprofil.

