Segen, Trost und Tränen: Tiergottesdienst in Hohenaspe berührt die Herzen

Alessa Pieroth

Tiere sind Weggefährten, Trostspender und stille Lehrmeister. Beim Tiergottesdienst in Hohenaspe standen sie im Mittelpunkt – lebendige Haustiere ebenso wie geliebte Kuscheltiere und die, die schon von uns gegangen sind.

Ein Gottesdienst, der Herzen berührt und Pfoten segnet: In Hohenaspe fand heute ein besonderer Tiergottesdienst statt, der von Pastorin Stefanie Warnke und Propst Steffen Paar gemeinsam gestaltet wurde. Im Mittelpunkt standen die Tiere – als Gefährten des Menschen, als Geschöpfe Gottes und als stille Lehrmeister.

Pastorin Stefanie Warnke betonte gleich zu Beginn den emotionalen Wert, den ein Tier für seinen Besitzer haben kann. Tiere sind treue Begleiter, sie schenken Nähe, Trost und oft auch Halt in schwierigen Zeiten. „Manchmal sind es sogar Kuscheltiere, die uns begleiten und uns emotionalen Halt geben – sie dürfen nicht unterschätzt werden“, so Pastorin Warnke.

In der Predigt wechselten sich Pastorin Stefanie Warnke und Propst Steffen Paar ab und nahmen die Gemeinde mit auf eine biblische Entdeckungsreise durch die Welt der Tiere. Vom ersten Tier der Bibel – der Schlange, die Maria im Paradies verführte – bis zu den Hunden, die oft die Rolle des Niedrigen oder Außenseiters einnehmen, vom tapferen Löwen bis zum reinen Lamm: Die Tiere der Bibel sind vielfältige Symbole, die von Bedrohung, Stärke, Unschuld und Treue erzählen. Dabei machten die beiden Predigenden deutlich, dass selbst die Schlange – trotz ihrer Rolle im Sündenfall – letztlich ein gutes Geschöpf Gottes ist.

Pastorin Stefanie Warnke erzählte außerdem von ihren beiden Katzen, die sie liebevoll als ihre „Zen-Meisterinnen“ bezeichnet. „Sie zeigen mir täglich, dass in der Ruhe die Kraft liegt. Auch von Tieren können wir lernen – vielleicht sogar das Wichtigste überhaupt: zu sein.“

Ein besonders bewegender Moment war das Gedenken an die Tiere, die nicht mehr unter uns sind. Viele Besucher:innen hielten inne, manche verdrückten Tränen. Die Verbundenheit zu den eigenen Tieren – ob noch lebendig oder schon verstorben – wurde in diesem Moment für alle spürbar.

In diesem Jahr waren hauptsächlich Menschen mit Haustieren anwesend. Im vergangenen Jahr hatten auch die Nutztiere einen Raum im Gottesdienst. Eine Kuh hatte eine gute Entschuldigung, warum sie nicht wieder mitfeiern konnte. Sie erwartet dieser Tage ein Kalb und konnte daher nicht am Gottesdienst teilnehmen. 

Der Gottesdienst zeigte: Tiere sind mehr als nur Begleiter – sie prägen unser Leben, lehren uns Geduld, Liebe und Achtsamkeit. Sie sind ein Geschenk Gottes – in all ihren Formen.

Veröffentlicht am So. 06.07.2025