zwei Männer mit Bilderrahmen

Ökofair bleibt Ziel im Kirchenkreis

Natalie Lux

Nachhaltigkeit wird im Kirchenkreis immer sichtbarer: Auf der Synode wurde das Kirchliche Zentrum Elmshorn vom Umweltpastor der Nordkirche als ökofaire Einrichtung ausgezeichnet. Ein starkes Signal dafür, wie engagiert und alltagsnah Schöpfungsverantwortung im Kirchenkreis umgesetzt wird.

Christoph Fasse, Referent für Umwelt und Klimaschutz und Leiter des Klimaschutzbüros der Nordkirche, zeichnete das Kirchliche Zentrum Elmshorn (KiZe) offiziell als ökofaire Einrichtung aus. „Wir nehmen unseren Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung ernst – überprüfbar ernst“, sagte Fasse und nannte Beispiele, wie das KiZe Nachhaltigkeit im Alltag verankert:

  • Papier mit Blauem Engel – vom Kopierpapier bis zum Toilettenpapier.
  • Systematisches Energiekontrolling, das Verbräuche sichtbar macht und Einsparpotenziale aufzeigt.
  • Ökofair gehandelter Kaffee für Sitzungen und Veranstaltungen.
  • Papierloses Büro und nachhaltige IT-Beschaffung: Bevor Geräte neu angeschafft werden, wird geprüft, ob vorhandene genutzt oder refurbished gekauft werden können.
  • Finanzielle Verankerung: Zwei Prozent des Haushalts sind fest für Klimaschutzmaßnahmen eingeplant. „Klimaschutz ist kein Projekt nebenbei, sondern Teil des strukturierten Finanzplans“, so Fasse.

Mehrere Personen haben die Auszeichnung möglich gemacht: Klimaschutzkoordinatorin Anna Thies (derzeit in Elternzeit), das Hausmanagement mit Agate Trumpekoja, sowie Julia Adam, Hülya Guckuck, Heinz Thordsen und Steffen Boll. Die Auszeichnung nahm Propst Thielko Stadtland stellvertretend entgegen.

Bevor die Auszeichnung verliehen wurde, hatte Tim Lukas Harken, Vorsitzender des synodalen Umwelt- und Klimaschutzausschusses, die ökofaire Arbeit der vergangenen Jahre eingeordnet. Mit Bugenhagen, der Nikolaigemeinde und der Emmausgemeinde in Elmshorn sowie St. Jakobi in Itzehoe gibt es inzwischen mehrere ökofaire Kirchengemeinden im Kirchenkreis. Auch Einrichtungen machen sich auf den Weg: Das Kirchliche Verwaltungszentrum Itzehoe arbeitet aktuell an der Zertifizierung.

Harken betonte, dass der Einstieg oft der schwierigste Schritt sei: „Was muss ich bedenken? Wo fange ich an?“ Die Anforderungen seien gut leistbar – entscheidend sei, sich überhaupt auf den Weg zu machen. Ein geplanter Wettbewerb soll künftig zusätzlich motivieren. Harken ordnete zum Schluss ein, wie wichtig solche Schritte für den gesamten Kirchenkreis sind: ökofaire Gemeinden, ökofaire Einrichtungen und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Sie alle zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht abstrakt bleibt, sondern konkret, sichtbar und machbar wird.

 

Veröffentlicht am Sa. 20.06.2026