Eine Leinwand, ein Vortragender und in mehreren Sitzreihen sitzen zahlreiche Menschen. Sie verbindet, dass sie alle in Verantwortung für evangelische Kitas im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf stehen.

Neustart der Kita-Fachberatung rückt näher

Alessa Pieroth

Zum 1. Januar 2027 soll im Kirchenkreis wieder eine pädagogische Fachberatung für kirchengemeindliche Kitas starten. Das Modell steht, viele Einrichtungen beteiligen sich. Zugleich sind noch weitere Fragen zu klären.

Breite Unterstützung für das Vorhaben 

Nach mehreren Jahren ohne Fachberatung nimmt das Vorhaben konkrete Formen an. Mehrere Träger:innen hatten sich eine neue gemeinsame Struktur gewünscht. Auch der synodale Kita-Ausschuss unterstützt die Einrichtung der Stelle. Sie soll die Vernetzung der Kitas stärken und die Position evangelischer Einrichtungen, u.a. in kirchengemeindlicher Trägerschaft festigen. Am 4. Mai wurde das Modell in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. 

Kita-Träger:innen und Leitungen konnten sich über den aktuellen Stand informieren. Im Vorfeld waren auch ihre Erwartungen und Bedarfe in die Planung eingeflossen. 

Beteiligung und Zielgruppe 

Im Kirchenkreis gibt es 46 evangelisch-lutherische Kitas, davon 26 im Kita-Werk. Die neue Fachberatung richtet sich an die übrigen 20 Einrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft. Zehn Kitas beteiligen sich verbindlich an der neuen Stelle. Weitere sieben nutzen eine Basisvariante. Diese umfasst vor allem gemeinsame Leitungsrunden, jedoch keine individuelle Beratung vor Ort. 

Klare Aufgaben und Abgrenzung 

Die Fachberatung soll Trägerinnen, Leitungen und Teams unterstützen. Themen sind pädagogische Fragen, Leitungsarbeit und Prozesse in Zeiten von Veränderung. Personal- und Finanzfragen bleiben beim Kirchlichen Verwaltungszentrum (KVZ). Die Fachberatung berät das KVZ nicht. Diese Trennung ist bewusst gewählt und soll Rollenkonflikte vermeiden. 

Befristung mit geplanter Evaluation 

Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre angelegt. Nach zwei und nach vier Jahren ist eine Evaluation vorgesehen. Dabei wird geprüft, welchen Nutzen die Fachberatung für die Einrichtungen und die Träger:innen hat. 

Offene Fragen aus der Veranstaltung 

In der Informationsveranstaltung wurden auch offene Punkte benannt. Noch unklar ist, ob auf die Finanzierung der Stelle künftig Umsatzsteuer erhoben werden muss. Dazu laufen derzeit Prüfungen. Zudem wird ein Vertragswerk erarbeitet. Es soll regeln, wie die Kosten verteilt werden und wie mit Veränderungen umzugehen ist. Dazu zählen etwa Träger:innenwechsel oder Kündigungen. 

Nächste Schritte bis 2027 

In den kommenden Monaten sollen die offenen Fragen geklärt werden. Nach einer abschließenden Einbindung der Kirchenkreisgremien erhalten die Träger:innen die Vertragsunterlagen zur Beratung in ihren Gremien. 

Ziel ist es, dass die neue Kita-Fachberatung zum 1. Januar 2027 starten kann.

Veröffentlicht am Do. 07.05.2026