Symbolbild Photovoltaik

Landessynode wird konkret: Energie aufs Dach, Prävention verankern, Haushalt im Blick

Natalie Lux

Die Synode hat auf der Februartagung klare Weichen gestellt: ein Energiewerk für PV auf Kirchendächern, Fortschritte beim Klimaschutz, verstärkte Prävention und ein Haushalt, der neue Prioritäten setzt.

Energiewerk „Gemeindekraft“ — was das konkret bedeutet

Die Nordkirche will in die Produktion von Energie einsteigen, Anlagen bauen oder finanzieren und den Strom selbst nutzen. Dächer und Grundstücke sollen systematisch für erneuerbare Energie genutzt werden.

  • Flächen werden geprüft; geeignete Dächer und Grundstücke sollen mit Photovoltaik, Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur ausgestattet werden.
  • Modelle mit Fonds und Direktbeteiligungen werden entwickelt; auch Bürger‑ oder institutionelle Beteiligungen sind möglich.
  • Das Projekt ist seit 2025 aktiv. Es heißt „Energiewerk in der Nordkirche GmbH“ und hat in fünf Kirchenkreisen bereits 90 Grundstücke identifiziert.
  • Nutzen für Gemeinden: geringere Energiekosten, mögliche Pachteinnahmen oder Beteiligungserlöse, Strom für Gemeindehäuser, Kitas und E‑Ladepunkte.

Klimaschutz und Bericht 2023/24

Die Synode zieht eine positive Zwischenbilanz, betont aber: Ohne schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien ist das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 nicht erreichbar. Kirchengemeinden können mit verstärkter Beratung und Förderangeboten rechnen.

Prävention und Aufarbeitung

Die Stabsstelle Prävention zieht Bilanz: Schutzkonzepte müssen dauerhaft verankert werden.

„Prävention … ist ein Marathon, kein Sprint.“Mirja Beck, Co‑Leiterin der Stabsstelle Prävention.   Gemeinden erhalten weiterhin Unterstützung bei Schulungen und beim Aufbau von Schutzstrukturen.

Haushalt 2026/27

Der Doppelhaushalt wurde beschlossen; die Nordkirche weist erstmals ein strukturelles Defizit aus; es beträgt rund 1,7 Millionen Euro. Die Synode spricht von einem strukturellen Problem und fordert eine mittelfristige Finanzplanung mit Aufgabenkritik und Nutzungskonzepten. Dies kann mittelfristig Auswirkungen auf Fördermittel und Prioritäten haben.

Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED)

Der KED bleibt gesichert: Partnerschaften und Entwicklungsprojekte weltweit werden weiter unterstützt; Mittel sind für 2026/27 vorgesehen.

Demokratiearbeit

Die Synode fördert Materialien und Workshops gegen Rechtsextremismus; entsprechende Angebote stehen Gemeinden zur Verfügung.

Veröffentlicht am Di. 03.03.2026