Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf hat seinen Zwischenbericht zum Klimaschutzkonzept 2022–2027 vorgelegt. Der Bericht zeigt, dass der Kirchenkreis trotz gesellschaftlicher und finanzieller Herausforderungen kontinuierlich an der Reduktion seines ökologischen Fußabdrucks arbeitet. Die Synode nahm den Bericht zur Kenntnis – ein Beschluss war nicht vorgesehen –Klimaschutz bleibt so weiterhin strategisch verankert.
Schrittweise Reduktion des ökologischen Fußabdrucks
„Wir konnten den ökologischen Fußabdruck im Kirchenkreis schrittweise reduzieren“, sagte Tim Lukas Harken, Mitglied im Kirchenkreisrat (KKR) und Vorsitzender des synodalen Umwelt- und Klimaschutzausschusses. Er verwies auf die Vielzahl kleiner und großer Maßnahmen, die seit 2022 umgesetzt wurden – von Gebäudesanierungen über Mobilitätsangebote bis hin zu Bildungsformaten.
Der Zwischenbericht zeigt:
- Fünf Maßnahmen im Bereich Gebäude und Energie wurden bereits umgesetzt, weitere sind in Planung.
- Zwei E-Dienstwagen, ein Zuschuss zum Jobticket und Aktionen wie „Stadtradeln“ stärken klimafreundliche Mobilität.
- Bildungs- und Kommunikationsangebote wurden ausgeweitet, darunter Klimafasten, Klimagerechtigkeitsveranstaltungen und die Einbindung des Themas in das Perspektivwerk.
- Biodiversitätsprojekte wie Entsiegelungen, Blühstreifen und ein Bestattungswald wurden angestoßen.
Zweckgebundene Rücklagen vorhanden
Der Kirchenkreis hat in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Mittel für Klimaschutz zurückgelegt:
- 200.000 Euro im Jahr 2024
- 300.000 Euro im Jahr 2025
Diese Rücklagen sollen gezielt für energetische Sanierungen und weitere Maßnahmen eingesetzt werden.
Gebäude als Schlüsselthema
Gleichzeitig bleibt die Frage offen, welche Gebäude langfristig erhalten und mit Gemeinschaftsmitteln saniert werden sollen. Ein Punkt, der jetzt geklärt wird. „Gerade in unseren Gebäuden liegt ein großer Teil des Energieverbrauchs“, betonte Harken. Der Gebäudestrukturplan ist daher zentral für Klimaschutzfragen. Ziel ist es, Prioritäten zu klären und Mittel gezielt dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.
Bildung, Kommunikation und Energiecontrolling im Fokus
Für die zweite Phase des Klimaschutzkonzepts (2025–2027) benennt der Bericht drei Schwerpunkte:
- Fortschreibung des Energiecontrollings
- Umsetzung weiterer Gebäudesanierungen
- Stärkung von Bildung und Kommunikation rund um Klimathemen
Gerade das Energiecontrolling soll helfen, Verbrauchsdaten systematisch zu erfassen und Entscheidungen fundierter zu treffen.
Fazit
Der Zwischenbericht zeigt: Der Kirchenkreis ist beim Klimaschutz auf Kurs – trotz begrenzter Ressourcen und gesellschaftlicher Gegenwinde. Die Synode hat das Thema klar im Blick und setzt auf eine langfristige, realistische Weiterentwicklung. Der vollständige Klimabericht befindet sich hier im Anhang.

