Es wird ein Handy mit dem TikTok-Logo wird in die Luft gehalten
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Kirche Itzehoe und Kirche Elmshorn: Unsere Tik-Tok-Taktik

Natalie Lux

Kürzer, schneller, TikTok. Das Soziale Netzwerk des chinesischen Anbieters ByteDance hat es innerhalb weniger Jahre auf Platz 1 der meist heruntergeladenen Apps geschafft. Wer ins Zentrum der Aufmerksamkeit möchte, kommt an TikTok kaum vorbei. Und nun sind wir mittendrin – mit zwei Accounts, die kirche.elmshorn und kirche.itzehoe heißen.

Das Soziale Netzwerk Tik Tok wurde lange Zeit vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt. Inzwischen geht die Alterskurve deutlich nach oben und birgt das Potenzial, kirchliche Inhalte mit einem breiten Spektrum an Nutzer:innen zu teilen (Altersstatistik: siehe unten). Fotos und Videos können wie bei Instagram mit einer Vielzahl von Funktionen wie Filter, Effekte und Musik erstellt und bearbeitet werden. Aber Tik Tok ist schnelllebiger, die Aufmerksamkeitsspanne der User deutlich kürzer. Die Kunst ist es, Inhalte so darzustellen, dass sie einen Aspekt oder Detail herausgreifen, eine Stimmung vermitteln ohne langatmig zu erklären. 
Wir probieren dies mit den beiden neuen Accounts kirche.itzehoe und kirche.elmshorn. Die Medienabteilung hat beide gegründet und allen, die in Gemeinden, Diensten und Werken und an anderen Orten Kirche Elmshorn oder Kirche Itzehoe sind, zur Beteiligung angeboten. Zum einen soll die Auffindbarkeit einfacher sein. Es wird deutlich, dass es sich um die Evangelische Kirche an einem bestimmten Ort handelt – in Zeiten, in denen die meisten unserer Mitglieder gemeindlich nicht eng gebunden sind. Zum anderen bündeln die Accounts Kräfte. Denn beim Umgang mit Instagram und Facebook zeigt sich, dass viele kleinere Accounts sehr arbeitsintensiv für Betreiber:innen sind, aber viele mit der Reichweite kämpfen. Wir probieren nun aus, ob es anders geht. 

TikTok ist nicht ohne Kontroversen. Die Plattform wurde kritisiert wegen Datenschutzbedenken, jüngst auch wegen potenziell schädlichen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, insbesondere bei jungen Nutzer:innen. Darüber hinaus hat TikTok aufgrund seines globalen Einflusses und seiner chinesischen Herkunft auch politische Spannungen ausgelöst. Dem Erfolg der Plattform und der Beliebtheit konnte die Kritik bisher nichts anhaben. In Deutschland besitzen 19,2 Millionen Menschen einen Account. 

Statistik 2021:
25% aller TikTok-Nutzer sind zwischen 10 und 19 Jahren alt. 22,4% sind zwischen 22 und 29 Jahren alt. 21,7% sind zwischen 30 und 39 Jahren alt. 20,3% sind zwischen 40 und 49 Jahren alt. Quelle: www.mediabynature.de

Veröffentlicht am Do 14.03.2024