20 Jahre! So lange gibt es die Nacht der Kirchen inzwischen in Elmshorn. Am 19. September 2026 ist es wieder soweit – und in diesem Jahr beginnt mit der Nacht der Kirchen zugleich die Interkulturelle Woche in Elmshorn.
Unter dem Motto „DAFÜR“ laden die beteiligten Gemeinden ein, Kirchenräume zu entdecken, Musik zu hören, miteinander ins Gespräch zu kommen und vielleicht auch einmal dort vorbeizuschauen, wo man sonst nicht hinkommt.
Los geht es bereits um 17 Uhr mit einem Festgottesdienst in St. Nikolai. Was danach passiert? Das Programm ist so vielfältig, dass man am besten selbst hineinschaut:
Zum kompletten Programm der Nacht der Kirchen
Und das Schöne: Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist seit vielen Jahren frei.
Wie alles begann
Die Idee für die Nacht der Kirchen kam ursprünglich aus Hamburg. Der inzwischen verstorbene Elmshorner Kirchenmusiker Hartmut Deutsch brachte sie nach Elmshorn. Pastor Hartmut Wahnung von der Gemeinde Zum Guten Hirten erinnert sich an die damalige Idee:
„Wir wollten die kirchlichen Räume öffnen und neue Menschen ansprechen. Und wir wollten ein kirchliches Netzwerk schaffen, in dem die Kirchen zusammenarbeiten und sich gegenseitig kennenlernen.“
Wenn man heute zurückblickt, kann man sagen: Das hat ziemlich gut funktioniert.
Aus der Idee ist ein Netzwerk geworden. Die Gemeinden arbeiten für die Nacht der Kirchen zusammen, begegnen sich, schauen über den eigenen Tellerrand und geben ihren Besucherinnen und Besuchern immer wieder neue Impulse. Und auch nach 20 Jahren ist es schön, einmal die vertraute Kirchentür hinter sich zu lassen und zu schauen, was die anderen machen.
20 Jahre – und jetzt?
Natürlich stellt sich nach 20 Jahren auch die Frage: Was soll die Nacht der Kirchen in Zukunft können?
Denn ein Ziel haben wir bisher nur teilweise erreicht: Menschen zu erreichen, die mit Kirche bislang wenig zu tun haben. „Wir haben schon immer überlegt und versucht, Themen für breitere Zielgruppen zu finden“, sagt Isolde Kittel-Zerer. „Aber das ist uns bisher nicht wirklich gelungen.“
Vielleicht liegt genau darin eine Chance dieses Jubiläumsjahres.
Denn erstmals ist die Nacht der Kirchen eng mit der Interkulturellen Woche verbunden und übernimmt deren Motto „DAFÜR“. Das eröffnet neue Möglichkeiten: andere Kooperationen, andere Themen, andere Menschen – und vielleicht auch Begegnungen, die sonst nicht zustande gekommen wären.
20 Jahre Nacht der Kirchen sind deshalb nicht nur ein Grund zum Zurückblicken, sondern auch ein guter Moment, nach vorn zu schauen.
Was wollen wir mit der Nacht der Kirchen in den nächsten 20 Jahren erreichen? Wen möchten wir noch einladen? Welche Türen können wir öffnen – und für wen?
Am 19. September können wir schon einmal damit anfangen.
Wir sehen uns bei der 20. Nacht der Kirchen!

