Es war ein Moment, auf den viele in Elmshorn gehofft hatten: Die Nachricht aus Berlin ist da – und mit ihr die Gewissheit, dass der Turm von St. Nikolai bleiben wird. 284.385 Euro aus dem Denkmalschutz‑Sonderprogramm des Bundes fließen in die Sanierung des 54 Meter hohen Wahrzeichens. Damit ist die letzte große Finanzierungslücke geschlossen.
Der 54 Meter hohe Turm von St. Nikolai, dem Wahrzeichen der Stadt Elmshorn, muss dringend stabilisiert und saniert werden. Die Kirchengemeinde hatte 233.000 Euro zusammengetragen – darunter 125.000 Euro eines anonymen Spenders sowie 43.600 Euro aus zahlreichen Einzelspenden. Mit der Unterstützung aus Berlin steht nun dem Beginn der Maßnahme nichts mehr entgegen.
Hilfe aus der Politik
Im vergangenen Jahr hatte der Elmshorner Wahlkreisabgeordnete Daniel Kölbl (CDU) den Turm besucht und versprochen, sich dafür einzusetzen, dass Bundesmittel nach Elmshorn fließen. Kürzlich war zudem der SPD-Abgeordnete Ralf Stegner vor Ort und hat sich ebenfalls in Berlin für den Turm eingesetzt. Über Parteigrenzen hinweg konnte die Politik die Kirchengemeinde hier ganz maßgeblich unterstützen.
Ein Turm, der Menschen bewegt
Seit im Herbst 2023 ein Stein aus großer Höhe herabstürzte, war klar: Es muss etwas passieren. Der Platz rund um die Kirche wurde abgesperrt, viele Menschen erschraken – und gleichzeitig begann etwas, das niemand so erwarten konnte: eine Welle der Solidarität.
Mehr als 43.600 Euro kamen allein aus kleinen und großen Einzelspenden zusammen – von Menschen, die einfach wollten, dass „ihr“ Turm bleibt. Beim Hafenfest, beim Stadtlauf, beim Gemeindefest, über Twingle, Paypal, Überweisungen – an vielen Stellen wurden Menschen zu Turmrettern.
Dazu kamen großzügige Beiträge von Stiftungen und Unterstützer:innen, unter anderem:
- 125.000 € anonyme Einzelspende
- 65.000 € Stiftungen (Stiftung Kulturdenkmäler Elmshorn, Bürgerstiftung, Lore-und-Helmut-Kehrhahn-Stiftung)
Der Kirchenkreis Rantzau‑Münsterdorf stellt die verbleibenden Mittel.

