Sechs Mitglieder aus dem synodalen Kita-Ausschuss eröffnen den Dankesnachmittag in einem Saal in der Nähe von Elmshorn.
Propst Steffen Paar, Norbert Leßmann, Detlef Letzner, Melanie Siedenburg, Daniela Tillmann und Ralf Gercken (v.l.n.r.) eröffnen den Dankesnachmittag für Kita-Mitarbeitende.

Dank tut gut: Zwei Nachmittage für Kita-Mitarbeitende im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Alessa Pieroth

Der synodale Kita-Ausschuss würdigt Kita-Mitarbeitende mit Musik, leckerem Essen und ehrlichem Dank.

Es sind seltene Momente im Kita-Alltag, in denen es einmal nicht ums Organisieren, Trösten, Moderieren oder Begleiten geht, sondern um die Menschen selbst, die all das Tag für Tag tun. Mit zwei Dankesnachmittagen hat der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf im Januar den Mitarbeitenden seiner evangelischen Kitas genau diesen Raum geöffnet: einen Ort zum Durchatmen, Ankommen und Gesehenwerden. 

Beim ersten Nachmittag füllten bekannte Popsongs den Saal. Kantor Stephan Reinke leitete ein Singalong, bei dem alle Anwesenden begeistert einstimmten. Zwei Wochen später brachte Johanna von Kuczkowski, Leiterin des Barmstedter Projektes Musikus, Chansons und Bodypercussion mit. Poetische Momente wechselten sich ab mit überraschender Energie. Auch hier stand nicht die Darbietung im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erleben. 

Propst Steffen Paar erinnerte in seiner Begrüßung daran, wie hoch die Ansprüche an Kita-Mitarbeitende oft sind und wie wenig davon öffentlich sichtbar ist. „Von Ihnen erwartet man Lösungen für alles, Geduld ohne Ende, ein Lächeln jederzeit“, sagte er. „Aber heute geht es darum: Sie sind nicht nur wegen Ihrer Arbeit wertvoll, sondern als Menschen und Gottes Ebenbilder.“ Er erzählte das Gleichnis vom Mädchen, das gestrandete Seesterne einzeln zurück ins Meer wirft. Ein Bild für die unzähligen kleinen Gesten im Kita-Alltag, die oft übersehen werden und denen doch eine große Bedeutung zukommt. „Für diesen einen macht es einen Unterschied“, so Paar. „Und so ist es auch mit dem Kind oder Erwachsenen, der gerade vor Ihnen steht. Sie verändern etwas.“ 

Der Kita-Ausschuss des Kirchenkreises, der die beiden Nachmittage vorbereitet hat, versteht diese Treffen als Auftakt für eine wiederkehrende Form der Wertschätzung. „Unser Auftrag ist es, Ihnen zu dienen“, sagte Paar, „damit Sie nicht nur gute Arbeit machen können, sondern spüren: Wir sehen Sie! Gerade auch dann, wenn die Kräfte knapp werden.“ 

Zum Schluss hallt nach, was Menschen selten laut aussprechen: Erleichtertes Lachen, ruhige Gespräche, der Griff nach einem Stift für die Feedbackbox, die am Ausgang bereitstand. Ein Segenskreis beendete den Dankesnachmittag.

In den 46 Kindertagesstätten im Kirchenkreis arbeiten rund 800 Menschen, rund 3500 Kinder werden dort betreut. Am Dankesnachmittag nahmen rund 140 Personen teil aus 28 Kitas.

Veröffentlicht am Mo. 02.02.2026