Ansgarkreuz für einen „lebendigen Stein“ der Kirche

Alessa Pieroth

Ingo Lafrentz erhält das Ansgarkreuz der Nordkirche. Geehrt wird sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für die Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde Itzehoe und im Kirchenkreis.

Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gemeinde erhält Ingo Lafrentz das Ansgarkreuz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Die Auszeichnung wurde am Sonntag, 21. Juni 2026, im Gottesdienst um 10 Uhr in der St. Laurentii-Kirche in Itzehoe durch Propst Steffen Paar verliehen.

Kantorin Dörthe Landmesser, Pastor Matthijs van Zwieten de Blom, Pastorin Dr. Wiebke Bähnk und Propst Steffen Paar gestalteten diesen festlichen Gottesdienst miteinander.

Lafrentz hat die Innenstadtgemeinde und die kirchliche Arbeit in der Region über Jahrzehnte hinweg auf vielfältige Weise geprägt. Er engagierte sich über viele Jahre im damaligen Kirchenvorstand sowie in der Synode des ehemaligen Kirchenkreises Münsterdorf, zeitweise auch als stellvertretender Präses.

Besonders bekannt ist er für seine historischen und kunsthistorischen Führungen durch die St. Laurentii-Kirche, die Itzehoer Innenstadt und den Friedhof. Mit großem Fachwissen und einer tiefen Verbundenheit zur Geschichte der Kirche macht er Generationen von Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung von Kunstwerken, Inschriften und historischen Erinnerungsorten zugänglich. Sein Einsatz trug dazu bei, Geschichte lebendig zu halten und Menschen einen Zugang zu Glauben, Kultur und Erinnerungskultur zu eröffnen.

In ihrer Predigt zeichnete Pastorin Dr. Wiebke Bähnk die Spur von Christus über Ansgar bis zu uns mit der Frage, wie wir als Menschen in der Gegenwart unseren Glauben leben und selbst zu Zeuginnen und Zeugen Christi werden.

In seiner Ansprache zur Verleihung würdigte Propst Steffen Paar Lafrentz als einen „lebendigen Stein“ der Kirche. Der Begriff stammt aus dem 1. Petrusbrief der Bibel. Dort werden Christinnen und Christen als „lebendige Steine“ beschrieben, die gemeinsam das geistliche Haus der Kirche bilden. Paar griff dieses Bild auf, um die Bedeutung von Menschen hervorzuheben, die Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft tragen und Kirche über viele Jahre hinweg mitgestalten. Lafrentz habe dies mit seinem Wissen, seiner Verlässlichkeit und seinem ehrenamtlichen Einsatz in besonderer Weise getan.

Das Ansgarkreuz wurde 1994 gestiftet und erinnert an Ansgar von Bremen, den „Apostel des Nordens“. Es wird an Gemeindeglieder verliehen, die sich durch außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz für Kirche und christlichen Glauben verdient gemacht haben.

Lafrentz selbst sprach im Rahmen der Verleihung von Dank und Dankbarkeit, die ihn mit Blick auf sein Engagement geprägt haben. Er erwähnte dabei die Menschen, die ihn damals bis heute begleitet haben, nicht zuletzt auch seine Frau Elisabeth.

Ein Empfang mit vielen Gesprächen und Begegnungen rundete diesen besonderen Gottesdienst ab.

Veröffentlicht am Mo. 22.06.2026