Zeitungslesen

Dietmar Gördel, Pastor in St. Jakobi Itzehoe

Wenn die Nachrichten Ihnen Furcht einjagen, dann legen Sie die Zeitung einmal weg, nehmen sich einen Stift und schreiben Sie sich auf Ihren Tisch: "Ich bin getauft!", wie Martin Luther einst.

Wie schön, dass Sie beim Zeitungslesen bis hierher zum Wort zum Sonntag gekommen sind. Samstags ist Zeit zum Lesen. Es gibt Berichte über Reisen und gute Neuigkeiten. Und doch ist die Zeitung auch heute wieder voll mit Krieg, Schulden, Einsamkeit, Tod.

Manche Nachricht erschüttert mich und macht mich fassungslos. Wie soll es weitergehen mit dieser Welt? Mit meinem Leben? Wie schön wäre es, alles Chaos ausblenden zu können, es weglegen zu können wie die Zeitung. Das geht leider nicht.

Aber etwas anderes geht. Beim Zeitungslesen muss ich mich manchmal daran erinnern, dass ich nicht alleine bin in all den Schreckensmeldungen. Jesus sagt zu, dass er bei uns ist bis ans Ende der Welt. Bei jeder Taufe wird das dem Täufling zugesprochen: Du bist nicht allein! Gott ist bei Dir!

Martin Luther soll in schweren Zeiten auf seinen Schreibtisch geschrieben haben: „Ich bin getauft!“ Das gab ihm Kraft und Mut, Herausforderungen anzugehen. Weil er wusste, dass Jesus mit geht. Wenn die Nachrichten Ihnen Furcht einjagen, dann legen Sie die Zeitung jetzt einmal weg, nehmen sich einen Stift und schreiben Sie sich das auf Ihren Tisch – als Unterlage für alle Nachrichten. Oder kommen Sie morgen z.B. zum Tauffest im Freibad Lägerdorf und lassen sich daran erinnern: „Gott sieht Dich!“. Lassen Sie sich einladen, die Gemeinschaft in einem Gottesdienst in Ihrer Nähe zu erleben. Gemeinsam hören wir dort die beste Nachricht der Welt - Jesu Versprechen: „Ich bin bei Dir!“ Gestärkt können Sie dann in die Woche gehen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende

Ihr Dietmar Gördel, Pastor in St. Jakobi Itzehoe

Veröffentlicht am Fr 05.07.2024