Täglich erreichen uns Bilder des Schreckens aus der Ukraine. Das Undenkbare geschieht vor unserer Haustür. Menschen sterben und Verträge und Abmachungen sind nichts mehr wert. Die Folgen werden auch uns erreichen. Es wird auch uns im wahrsten Sinne des Wortes etwas kosten. Es ist neben Corona ein Ereignis, dass genug Nährboden für Ängste bietet. Was wird die Zukunft bringen?
Die Passionszeit hat begonnen. Sie lenkt den Blick auf das Leiden Jesu und eine neue Zukunft. Jesus hat sein Leben gegeben, damit wir Leben haben. Es ist eine Zukunft, die hinter den Nöten dieser Welt liegt. Überall im Land treffen sich Menschen, um für den Frieden zu beten. Sie tun es nicht als Flucht in die Innerlichkeit, sondern aus dem Vertrauen, dass Gott etwas verändern kann.
Es ist auch die Ausrichtung auf ihn, der alles in Händen hält. Und es ist die Begegnung mit ihm, der uns einen Frieden verheißen hat, der anders ist als der Friede dieser Welt. Angst gehört zum Leben. Aber sie ist kein guter Ratgeber. Wir können sie nicht abschaffen, hat sie doch auch schützende Seiten. Um dem lähmenden Gefühl zu begegnen, braucht es etwas, was Bedeutung hat. Himmlisch orientiert zu denken und dann vertrauensvoll aktiv zu werden, denn Angst ist keine gute Motivation.
Peter Clausen, Pastor in Hohenlockstedt

