Oder nehmen Sie diesen Tag zum Anlass, um zu überlegen: Wofür bin ich dankbar in meinem Leben? In der Glücksforschung wird gesagt, dass die Menschen, die danken können, glücklicher leben, als die, die vieles in ihrem Leben als selbstverständlich hinnehmen.
Und wem danke ich? Es tut allen gut, ab und zu Menschen im eigenen Umfeld zu danken, für das, was sie für uns tun. Viele gute Ereignisse im Leben verdanken Menschen ihrem eigenen Einsatz von Zeit und Kraft, Fähigkeiten und Ausdauer.
Schwieriger wird es, zu überlegen, wem gedankt werden kann für Umstände im Leben, die nicht ausschließlich von Menschen beeinflusst werden können? Wenn Sie bei einer Autofahrt an einer unübersichtlichen Stelle im letzten Augenblick doch noch bremsen, weil ein Auto mit viel Tempo um die Ecke kommt, sagen Sie dann: „Glück gehabt“ oder „Ich passe eben immer auf“ oder „Gott sei Dank“? Gibt es ein Schicksal, das mein Leben bestimmt? Oder gibt es einen Gott, der in das Leben von Menschen hineinwirkt? In Gesprächen begegnet mir häufig, dass Menschen von einem Schicksal sprechen, von dem sie glauben, dass es für ihr Leben vorgegeben ist. Besonders bei schwerwiegenden Ereignissen scheint diese Vorstellung es erträglicher zu machen, Schweres zu tragen. Für mich wirft die Vorstellung vom Schicksal Fragen auf, welch eine Macht steht hinter dem Schicksal, oder meint das Schicksal es gut mit einem Menschen? Ich als Christin finde es wohltuend, an Gott als Gegenüber zu glauben und mich nicht einem willkürlichem Schicksal ausgeliefert zu fühlen. Ich mache die Erfahrung, dass es mir innerlich Halt gibt, wenn ich in meinem Alltag spüre, da ist Gott, der mich stärkt, mir hilft. Gott zeigt sein Wesen in den biblischen Geschichten: Gott und sein Sohn Jesus wollen mit den Menschen in einer Beziehung leben. Sie wollen Menschen helfen, einen Sinn und Erfüllung im Leben zu finden. So einem Gott vertraue ich mich gerne in allen Lebenslagen an mit dem Dank für das Schöne, das ich geschenkt bekomme und mit der Hoffnung, dass Gott mir hilft, das Schwere zu tragen.
Pastorin Maren Schlotfeldt, Frauenwerk im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

