Die Fenster bleiben auf Kipp, die Waschmaschine in Betrieb; wir sind ja gleich wieder zurück. Und dann sind wir nicht gleich wieder zurück, sondern nehmen einen Umweg; zum Beispiel über einen Krankenhausaufenthalt.
In Sekundenbruchteilen verändern sich die Lebensumstände und unsere Absichtserklärung (…bin gleich wieder zurück) ist plötzlich hinfällig, wie ich es jüngst bei einem unverschuldeten Unfall, der vergleichsweise harmlos war, erleben musste. Andere Menschen müssen einen viel leidvolleren Umweg nehmen. Dabei denke ich besonders an die Opfer und Verletzten bei dem Busunglück auf Madeira und dem Terroranschlag in Sri Lanka. In solchen Momenten ist für mich evident, wie wenig wir doch selber über unser Leben verfügen.
Morgen ist der Sonntag vom Guten Hirten, und in vielen Gottesdiensten hören wir die Worte aus dem 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“.
Ich bin dankbar, dass uns diese Worte überliefert worden sind. Denn so weiß ich aus Glauben, dass wir nicht selber die Macher unseres Lebens sind, sondern dass allein Gott unser Begleiter im Leben wie im Sterben ist. „ER führt mich auf rechter Straße“ oder wie es im Refrain eines modernen Kirchenliedes heißt: „Gott wird auch unsre Wege (mit uns) gehen, uns durch das Leben tragen.“
Theodor Möller, Pastor für Vertretungsdienste

