Räum dein Zimmer auf!

Stefan John, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Elmshorn

Diesen Satz hast du vielleicht als Kind oft gehört. Später hast du ihn dann selbst gesagt.

Meine Frau und ich sind auch gerade am Aufräumen. Dabei wird die ganze Wohnung begutachtet und der Zweck aller Dinge auf den Prüfstand gestellt. Die Regale werden durchgesehen, Manches bekommt einen neuen Platz, möglichst Vieles wird aussortiert.

Was brauche ich? Was ist für mich nicht mehr interessant, weil sich mein Leben weiterentwickelt hat? Manchmal finde ich etwas, das ich ganz vergessen hatte.

Auch mein Inneres kann ich aufräumen. Dazu helfen Fragen wie diese: Welche Traditionen pflege ich und warum eigentlich? Vielleicht habe ich Ansichten zu manchen Themen, die ich schon immer hatte. Welche Dinge kann ich aus einer anderen Perspektive anschauen, um eine neue Sicht darauf zu gewinnen? Und gibt es Dinge, die mir wichtig sind, für die ich aber keine Zeit habe? Welche Werte möchte ich leben und was gibt mir eigentlich Kraft? Das kann auch mein Glaube sein, der mir Stärke und Orientierung gibt. Er kann zu den Dingen gehören, die mir beim inneren Aufräumen in die Hände fallen. Ich kann ihm neue Priorität geben.

Sortieren schafft Raum. Und der will gut genutzt sein für das, was mir im Leben wirklich wichtig ist und Halt gibt.

In diesem Sinne: Räum dein Zimmer auf!

Veröffentlicht am Do. 10.01.2019