In diesem Jahr bereiten wir uns auf das zweite Weihnachtsfest in der Zeit der Corona-Pandemie vor. Ich habe einen alten irischen Segensspruch neu entdeckt. Er ist überschrieben mit den Worten: Segen über jeder Seele „So überreich wie das Gras, das wächst, wie der Sand am Meeresstrand, wie der Tau auf den Blättern, so sei der Segen des Königs der Gnade auf jeder Seele, die ist, die war oder die kommen wird.“
Der Segen Gottes gilt allen Menschen. Was trauen wir diesem Gott und seinem Segen zu? Warten wir nur – romantisch verklärend – auf das Kind in der Krippe oder trauen wir diesem in Israel geborenen Fremden, der uns als Kind so berührt, so nahe kommt tatsächlich eine verändernde Kraft zu, die in uns selber anfängt? Trauen wir dem Kind in der Krippe zu, dass es uns durch unser Leben begleitet und uns hilft, die Welt mit seinen Augen zu sehen und in die Dunkelheiten des Lebens Licht zu bringen? Können wir unserem Glauben so Ausdruck verleihen, dass wir sicher und ruhig im Glauben stehend auf andere zugehen, dass wir helfen, wo die Not groß ist, dass wir gesegnet von Gott, anderen zum Segen werden?
Was ist dann in der Pandemie unsere Aufgabe: Ich denke, dass wir mit viel Kreativität und Phantasie den Menschen, die unter den momentanen Bedingungen besonders einsam sind, ein möglichst schönes und friedvolles Weihnachtsfest bereiten sollen … Lassen Sie uns unseren Beitrag dazu leisten, dass Weichnachten werden kann.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit
Britta Stender, Pastorin in der Friedenskirchengemeinde Elmshorn

