Dabei wählte eine Schülerin die Übersetzung dieser Worte anders als es grammatisch hundert Prozent richitg ist, dafür aber sehr interessant und Weg weisend. Sie schrieb statt: “Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“: „Ich sah den Himmel und die Erde neu!“ Als ich diesen Satz auf mich wirken ließ, berührte er mich tief. Er passt auch so sehr in die „Fridays for future“-Demonstrationen der Klimaschützenden hinein.
Sie sagen ja zu recht: Es gibt keine „Erde B“, es gibt nur diese Erde. Und darum müssen wir wirklich alles tun, um unser Klima und die Meere zu retten. Aktivisten blockierten vor Kurzem ein Kreuzfahrtschiff - ein besonderer Klimakiller! Andere befahren zum Einsammeln von Plastikmüll die Meere. Überall entstehen sehr gute Ideen und Menschen lernen, zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden. Sie hinterfagen ihre Selbstverständlichkeiten im Lebensalltag. Gar nicht leicht, ganz ohne Plastik zurecht zu kommen. Da muss man beim Einkaufen vorher nachdenken, was man kaufen wird und wo hinein die frische Ware gelegt werden soll.
Ja, der menschliche Fußabdruck ist erschreckend und das wollen wir ändern. Wir sehnen uns nach Zukunft, nach Zeit und deshalb stoppen wir den zerstörerischen Konsumweg. Wir sehen endlich auf die Fragilität der Schöpfung. Spät - aber Gott gebe: nicht zu spät. Der Erde Ruhe gönnen, mal die Anspruchshaltung, was das Nehmen betrifft, runterfahren. Spüren, wie kostbar und schön diese Schöpfung ist. Nirgends in der bekannten Galaxie gibt es so etwas Herrliches wie diese Erde: Luft, Wasser, Erdreich! Lassen Sie uns gemeinsam in die dankbare, selbstbescheidene Haltung finden. Weil unsere Erde, weil unsere Nachkommen es uns wert sind. So wie es am Anfang der Bibel steht: Gott gab dem Menschen die Verantwortung für diese Schöpfung.
Ihre Pastorin Sylvia Zwierlein

