Was war passiert, dass meine Lebensenergie schon früh am Morgen so erfrischte? Es war die kurze Nachricht in meiner Zeitung über die abgebrochene Fußballpartie zwischen dem HSV Barmbek-Uhlenhorst und dem Meiendorfer SV am vergangenen Sonntag. Ein Barmbeker Fan hatte einen Spieler der Meiendorfer rassistisch beleidigt, woraufhin seine Mannschaft den Rasen nach 76 Minuten geschlossen verließ. Ja das nenne ich mal saubere Prioritäten setzen! Menschenwürde an erster Stelle! „Human dignity first!“ Wir sind nämlich eine Menschheit, sind von Gott als Geist begabte Wesen erdacht und erschaffen, damit wir in Würde und Freiheit alle miteinander leben und sich keiner über den anderen stellt. Rassismus agiert mit Abwertung, um die Betroffenen zu beschämen und in ihnen Minderwertigkeitsgefühle auszulösen. Doch diese Zeiten sind vorbei, in denen das jeder akzeptiert. Das haben die Meiendorfer Spieler gezeigt. Jetzt muss sich der Täter schämen!
Wir alle gehören einer Familie an: der Menschheitsfamilie. Miteinander in Achtung und Respekt umgehen, so hat sich Gott das gedacht für uns Menschen und das schrieben auch die Verfasser der Menschenrechte fest: In Artikel 1 heißt es, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten sind und wir uns im Geiste der Brüderlichkeit - ich würde es lieber: im Geist der Fairness nennen - zu begegnen haben. Da wo wir das tun, legen wir den Grundstein zum Frieden miteinander. Und für den friedlichen Umgang miteinander einzutreten, ist eine gottgefällige Sache. Braucht manchmal Beherztheit. Prima, dass es immer mehr Menschen tun. Das macht Freude. Vielen Dank Männer vom Meiendorfer SV! Fettes Lob auch aus dem Himmel.
Ihre Pastorin Sylvia Zwierlein
