Darum bekomme ich folgende Begebenheit nicht aus dem Kopf: Zwei Pastoren unterhalten sich. Der Erste: „In unserer Kirche wohnen mehrere Fledermausfamilien. Die machen fürchterlich viel Dreck. Wie werde ich die nur los?“ Der Zweite: „Das ist einfach. Konfirmiere sie. Sie fliegen aus und werden nie mehr gesehen.“
Das, was humorvoll klingt, wird Realität. Auch die neueste Prognose zur Kirchenmitgliedschaft scheint das zu belegen.
Ist das ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken? Müssen wir als Kirche uns nur mehr anstrengen, damit die Menschen zu uns kommen? Beide Antworten greifen zu kurz. Vielmehr wird es darum gehen, Räume zu eröffnen, in denen sich Menschen punktuell wohlfühlen. Dies gelingt bei einer Konfirmation genau wie bei einem Konzert, einer Trauerbegleitung oder im Weihnachtsgottesdienst.
Mit anderen Worten: In Gottes Haus ist stets ein Fenster offen, um hinaus und wieder hinein zu fliegen. Hier ist Platz, um fröhlich umherzuflattern oder in Ruhe abzuhängen. Probieren Sie es doch mal aus…

