Es ist ja zu schön: Nahezu jeden Tag Hochdruckwetter, Sonne satt, warm. Frühling. Schön, oder? Gerade erscheint in der Nachrichten-App die Schlagzeile: Gletscher schmelzen schneller denn je*. Seit 1975 hat die Erde durch Erwärmung Eismengen verloren, die einen Eisblock von der Größe Deutschlands ergeben, so heißt es dort. Der Boden ist staubtrocken. Man sieht es, weil die Felder gerade bestellt werden. Für die Natur ist das die Kehrseite, bedeutet zunehmende Dürre.
Alles nur Zufall? Hoffentlich ist der ersehnte Frühlingsregen, der die Natur aus dem Winterschlaf weckt, wenn er endlich kommt, nicht – wieder – das andere Extrem, das zu Überschwemmungen führt. Leidenszeit für die Natur ist das in diesen Wochen, Passionszeit nennen wir sie vor Ostern, in der das Leiden Jesu wie das der ganzen Schöpfung bedacht wird in Gottesdiensten und Passionsandachten.
Was Gott uns am Ende der Sintflutgeschichte verheißt: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht,(Gen 8, 22) ist kein Automatismus, ist keine immerwährende Wahrheit mehr, seit wir immer mehr merken, wie es wirklich um die Welt steht. Aber es bleibt seine Zusage für eine Menschheit, die ihre Verantwortung wahr nimmt und die Schöpfung wirklich bewahren will. Möglichkeiten dafür haben wir genug.
Pastor Thomas Bruhn, Krempe
*Tagesschau – Artikel vom 21.3.2025

