Liebe? Sicherheit? Zuversicht? Genug Geld? Trost? Arbeit? Sinn? Begeisterung? Erfolg? Freunde? Kräfte, um Krisen zu bewältigen? Sie könnten sicherlich eigene Wünsche ergänzen. Manche dieser Bedürfnisse können aus eigener Kraft erreicht werden mit Ausdauer und positivem Denken. Manche dieser Wünsche erfüllen sich durch gute Fügungen oder Zufall oder Glück? Für mein Empfinden sind viele Umstände in meinem Leben Geschenke. Pfingsten ist ein Fest, an dem wir uns gegenseitig nichts schenken, aber wer möchte, kann sich von Gott beschenken lassen.
Die Anhängerinnen und Anhänger von Jesus zogen sich nach seinem Tod und der Auferstehung (wer konnte das schon glauben, dass ein Toter aufersteht?) zurück in ein Haus. Sie waren mutlos. Wie sollte es weitergehen in ihrem Leben nach diesem schweren Einschnitt? Der, der ihnen Kraft gegeben hatte, war nicht mehr da. Fünfzig Tage nach Ostern erleben sie, wie ein „Brausen vom Himmel“ kommt und „sie alle erfüllt wurden von dem heiligen Geist“... (Apostelgeschichte, Kapitel 2, Verse 2 und 4). Sie spüren neue Kräfte, neuen Antrieb. Dadurch finden sie den Mut, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und anderen Menschen von ihrem Glauben, von ihrem neu erwachten Vertrauen in Gottes Möglichkeiten zu erzählen.
Nun braust es in unserem Leben eher selten so gewaltig. Darum ist es gut, aufmerksam zu sein für jedes kleine Lüftchen, das in unserem Leben etwas bewegt: das Gefühl, geliebt zu sein von Gott und von Menschen; neue Zuversicht im Schwerem; innerer Frieden mit den eigenen Grenzen; Güte; Geduld; Gemeinschaftsgefühl; Vertrauen, dass Gott da ist; Hoffnung auf Ewiges Leben. Für mich sind das Geschenke für meinen Geist von Gottes Geist. Und für Sie?
Pastorin Maren Schlotfeldt, Krankenhausseelsorgerin im Klinikum Elmshorn
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