Dürre und Überschwemmungen verändern bereits jetzt unser Leben spürbar. Die Lebenshaltungskosten steigen, mithin auch der Bierpreis. Und schnell ist der Schuldige ausgemacht: »Jetzt macht der Klimawandel nicht mal mehr vor unserem geliebten Bier halt.« (Tobias Budde, n-tv, 16.10.2018) Doch zu kurz gedacht ist dann eben auch mal falsch gedacht.
Nicht weniger bizarr klingt der Ruf der Autoindustrie nach Gerechtigkeit. Betrug am Kunden, Betrug am Staat, fahrlässige Körperverletzung an allen, welche die manipulierten Abgase einatmen müssen. Und wenn sich dann die Regierung bequemt, doch mal etwas zu tun, ist der Aufschrei groß: »Der jetzige Feldzug gegen die individuelle Mobilität und damit gegen das Auto nimmt ... existenzbedrohende Ausmaße an.« (Herbert Diess, VW-Vorstandsvorsitzender, 16.10.2018). Was aber ist denn mit den Existenzen der Betrogenen und Geschädigten?
Angesichts dieser Verdrehung von Gerechtigkeit und Wahrheit bin ich froh, dass es da noch eine höhere Instanz gibt, die sich nicht manipulieren lässt. »Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.« (Dtn 32,4) Seine Gerechtigkeit behält das letzte Wort. Gott sei Dank!
Gerechtigkeit als Selbstbausatz
Pastor Axel Scholz, Friedenskirchengemeinde Elmshorn: Gerechtigkeit? Wahrheit? - scheinbar alles eine Frage der Definition.
Veröffentlicht am Do. 25.10.2018
