Einmütig im Gebet verharren

Pfarrer Ulrich Bork, Kath. Pfarrei St. Nikolaus-Itzehoe

So kurz nach dem Fest Christi Himmelfahrt lesen wir in den Texten der Bibel vom Weg der Jünger zurück in den Alltag.

Die Jünger gehen vom Berg der Himmelfahrt zurück nach Jerusalem. Das Leben geht weiter; sie müssen sich wieder um den Lebensunterhalt kümmern. Doch zugleich berichtet uns die Apostelgeschichte, dass die Jünger sich zurückziehen in ein Obergemach. Einen Raum der Sammlung, des gemeinsamen Gebetes. Denn der Geist Gottes ist ihnen zugesagt. 

Also heißt es warten. Und beten. Das Ganze in Gemeinschaft: Die Apostel und die Frauen, die Jesu Weg begleitet haben. Zusammen mit Maria, die Mutter Jesu, mit allen, die er als seine Brüder gesehen hat. Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten lädt uns ein zusammen zu stehen.

Das heißt für uns heute, zusammen Verantwortung in dieser Welt zu übernehmen. Im Engagement für Menschen in Not, im Eintreten für ungerecht Behandelte. Aber auch intensiv im gemeinsamen Gebet für die Anliegen unserer Zeit und für die Gemeinschaft der Glaubenden. Das nennen wir beispielhaft Pfingstnovene: neun Tage des gemeinsamen Betens und der Hoffnung, dass uns Gottes Geist neu stärkt, glaubhafte Zeugen des Evangeliums zu sein. Manchmal höre ich „Immer nur Beten…!“. Doch ist es doch ein Anfang und zugleich die Hinwendung zu unserer „Quelle“. Lassen Sie uns einmütig sein im Gebet, damit der Geist Gottes in dieser Welt wirksam werden kann. 

Pfarrer Ulrich Bork, Kath. Pfarrei St. Nikolaus-Itzehoe

Hier finden Sie weitere Worte zum Sonntag aus unserem Kirchenkreis.

Veröffentlicht am Fr. 15.05.2026