Ein Funke Mut

Pastorin Corinna Schmucker, Friedenskirchengemeinde Elmshorn

Das Friedenslicht aus Bethlehem kommt wie jedes Jahr zu uns nach Norddeutschland. Angezündet wird es von einem Kind in Jerusalem und wandert dann um die ganze Welt.

Es gibt diejenigen, die es scheinheilig finden, dass die Flamme ausgerechnet aus einem Kriegsgebiet kommt. Und es gibt diejenigen, die es besonders anrührt, dass gerade von dort ein Zeichen des Friedens in die Welt ausgeht. 

Dieses Licht symbolisiert Frieden, Gemeinschaft und Liebe. Dieses Jahr symbolisiert das Licht auch den Mut: Mut mit einem kleinen Schritt Großes zu bewirken. Mut, mit einer Entscheidung Weichen zu stellen. Mut, etwas zu wagen und sich nicht von der Angst begrenzen zu lassen. Als Mut wird eine Haltung beschrieben, dass man auf Gefahren zugeht und etwas tut, obwohl man Angst hat. Mut ist also nicht die Abwesenheit von Angst, sondern ein „trotz der Angst“. Mut ist Haltung. 

Immer dann, wenn das Friedenslicht auf seinem Weg zu uns zu scheitern drohte, haben Menschen sich mutig darum bemüht: haben mit Liebe, Tatkraft und Geduld den Weg geebnet. Mit dem Frieden ist es ähnlich: Es braucht mutige Menschen, die den Weg des Friedens ebnen: dich und mich, trotz der Angst. Und genau wie die Flamme können wir den Frieden weitergeben. Von Hand zu Hand und von Herz zu Herz. Das Friedenslicht wird z.B. am Dienstag, den 16.12.2025 um 19 Uhr in der Ansgarkirche Elmshorn weitergereicht werden. Komm und bring Deine Laterne mit.

Pastorin Corinna Schmucker, Friedenskirchengemeinde Elmshorn

Veröffentlicht am Fr. 12.12.2025