An den Krieg in der Ukraine? An die hohen Preise im Supermarkt? An die Dürre im Land oder die Klimaerwärmung? Einige denken vielleicht auch an die Veränderung unserer Sprache, die jeder Facette des Seins gerecht werden soll. Oder vielleicht nur daran, dass der Elmshorner Buttermarkt jahrelang gesperrt sein wird. Was auch immer uns beschäftigen mag, wir leben tatsächlich in schwierigen Zeiten.
Nun kann man sich die Dinge ja auch schönreden: „Jede Krise beinhaltet eine Chance!“ Oder: „Alles wird gut!“ Manchmal fällt es schwer, die Spannung zwischen Wunsch und Wirklichkeit auszuhalten. Einige fliehen in ihre Wünsche, die Netflix und Co meisterhaft bedienen. Andere neigen dazu, ständig über die Wirklichkeit – oder das, was man für wirklich hält – zu meckern.
Doch neben unserer Wirklichkeit gibt es noch eine andere: die Wirklichkeit des Glaubens. Sie betrachtet unser Leben und alles, was gerade geschieht, aus einem anderen Blickwinkel. Da ist immer noch Gott, den man nicht einfach wegdiskutieren kann. Er trägt die Welt in seiner Hand und wird das letzte Wort sprechen. Da ist immer noch Jesus Christus, dessen Sterben und Auferstehung wir vor Kurzem gefeiert haben. In ihm finden wir Antwort zum Thema Schuld und Vergebung, in ihm und in seinen Worten finden wir Frieden und einen Weg zu einem friedlichen Zusammenleben. Und da ist immer noch der Heilige Geist, der Gott, der uns nahekommt, den man erleben kann.
Ja, wir leben in einer bösen Zeit – doch gleichzeitig auch in einer guten, wenn wir diesem Gott vertrauen können. Vor allem aber haben wir bei ihm eine gute Zukunft. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag.
Pastor Hans-Peter Mumssen, Christus-Zentrum Arche in Elmshorn
