Mission, Ökumene, Partnerschaft

Unsere Kirchengemeinden leben nicht für sich allein. Wir möchten den Blickwinkel über den eigenen Kirchturm hinaus lenken und schärfen: aus der Gemeinde hinaus in die Welt (Mission), aus der Welt in die Gemeinde hinein (Ökumene) und gemeinsam in der Welt auf dem Weg (Partnerschaft). Ansprechpartner für die Arbeitsfelder ist Pastor Jens Haverland, der einen Teil seines Studiums in Tansania absolviert hat. 

Wenn Sie die Arbeit der ökumenischen Arbeitsstelle unterstützen wollen, können Sie dies gerne tun: DE23 5206 0410 1306 4699 90, Stichwort: „Kenia“

Karibu Kenya!

Pastor Jens Haverland besucht mit Vertretern der Kirchenkreis-Finanzverwaltung - Thomas Roßmann, Markus Kruse und Michael Elias - die Partnerkirche KELC (Kenyan Evangelical Lutheran Church). Hier lesen Sie das Tagebuch der Delegation.

Teil 8: Der Tag des Abschieds

Keine Spur von Katerstimmung im Head Office. Nicht nur, weil Alkohol in der kenianischen Kirche tabu ist. Sondern auch, weil mit großem Elan an den Themen weitergearbeitet wurden und sich die verschiedensten Büros auf weitere bilaterale Gespräche eingestellt hatten.
Wir als Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf durften bereits um 8 Uhr im Büro des Bischofs Platz nehmen. Er bedankte sich für unsere Unterstützung und Freundschaft und bat uns diesen Dank mit in den Kirchenkreis zu nehmen. Dankbar schaute er auf die Zeit mit Pastor Thorsten Pachnicke zurück und ermutigte den neuen Ökumenepastor Jens Haverland, seinen eigenen Weg zu finden. Er als Partnerbischof würde ihn dabei unterstützen. Anschließend erkundigte er sich nach unseren Eindrücken vom gestrigen Meeting und ging von dort zur, mit unseren Anliegen erstellten, Tagesordnung über.
Eine gute Stunde saßen wir so beieinander, ehe wir unsere Plätze für das Treffen mit der Vertreterin der amerikanischen Kirche räumten. An dieses Auftakt Gespräch schlossen sich noch weitere Gespräche an, wie mit dem Jugendkoordinator Jonathan Kapanga und Alice Mwaringa vom Frauenwerk der KELC (Kenyan Evangelical Lutheran Church). Ihre Zusammenfassung hatte bei uns beim gestrigen JMCK – dem Koordinierungstreffen der Finanzen in der kenianischen Kirche – großen Eindruck hinterlassen: „Von einer Reise sagt man, sie sei erfolgreich, wenn sie die Entfernung überwunden habe – aber nicht jede Entfernung wird durch ausgetretene Pfade überwunden. Das Frauenwerk ist auf einer guten Reise, Kenia zu einer besseren Nation zu machen. Die Straße ist rau, aber wir nähern uns dem Ziel. Wir sind ermutigt, dass wir Fortschritte machen im Kampf für die Rechte der Frauen und deren Status sichern. Große Dankbarkeit erfüllt uns für unsere Partner und Unterstützer auf den verschiedensten Ebenen, die uns darin unterstützen diese Ziele zu erreichen. Über allem steht die Ehre Gottes! Wir danken Euch und möge Gott Euch segnen!“
Im Innenhof des Head Office hatten ein paar Frauen Tische aufgebaut, auf denen sie Werkstücke aus den Straßenkinder- und Witwenprojekten zum Verkauf anboten. Traditionell stammen von dort die Konfirmationskreuze für zahlreiche Konfirmanden unseres Kirchenkreises. Auch in diesem Jahr hatte Damaris Moshi, die selbst ihren Mann vor vielen Jahren verloren hatte und dann ihre Tochter alleine großziehen musste, bereits ein Paket mit Kreuzen fertig gemacht. So dass auch im nächsten Jahr unsere Konfirmanden die Verbundenheit der weltweiten Christenheit bei ihrer Konfirmation zu spüren bekommen.
Nach diesen ereignisreichen Tagen kam für unsere Reisegruppe der Moment, voneinander Abschied zu nehmen. Während Jens Haverland noch ein paar Tage vor Ort bleibt, reisten Thomas Rossmann, Markus Kruse und Michael Elias ab. Sie bestiegen vom Head Office aus das Taxi, das sie durch den wirbeligen Verkehr Nairobis bis zum Flughafen brachte. Schließlich wollen Sie am Montag wieder in der Finanzverwaltung unseres Kirchenkreises sitzen und die kommende Synode vorbereiten, damit es auch in unserem Kirchenkreis heißen kann: „Keep moving forward“.

Epilog

Mit diesem Bericht kommen die allabendlichen Zusammenfassungen zu einem Ende. Wir hoffen einige Leser mitgenommen haben zu können auf eine besondere Reise. Sicherlich kann ein solcher Blog nur einen kleinen Einblick in die vielschichtigen Erlebnisse und Erfahrungen bieten, aber er hat hoffentlich das Interesse an Begegnungen mit dem Anderen geweckt. Dafür muss man nicht immer in den Flieger steigen. Wenn der eigene Blick hinterfragt wird, dann gibt es auch bei uns zuhause, in der Nachbarschaft und Gegenüber vieles zu entdecken.
Vielleicht hat dieser Blog miterleben lassen, dass die Liebe Gottes uns Menschen – ob auf dieser oder jener Seite des Äquators, egal welchen Standes, Hautfarbe oder welchem auch immer durch Menschen gemachten Unterscheidungen – verbindet und wir gemeinsam auf Gottes Erde leben.

Teil 7: "Keep moving forward" - JMCK 2017

Teil 6: Bei den Massai

Teil 5: Auf der Schulbank

Teil 4: Besuch in Pastor Balozis Gemeinde

Teil 3: Besuch im PLCC

Teil 2: Ein Sonntag in Kenia

Teil 1: Karibu Kenya!

Ökumenische Arbeitsstelle
Pastor Jens Haverland

Kirchenstraße 1
25335 Elmshorn

E-Mail: jens.haverland@nospam.kk-rm.de

 

 

Ausschuss für Mission, Ökumene und Partnerschaft

Mitglieder
Pastor Peter Clausen (Gemeinde Hohenlockstedt), Pastor Arne Findeisen (Thomasgemeinde Itzehoe-Edendorf), Uwe Carstensen (Gemeinde Wilster), Dieter Hansen (Emmausgemeinde Elmshorn), Simone Landgraf (Innenstadtgemeinde Itzehoe), Karen Maranis (Gemeinde Barmstedt).

Die Kenia-Partnerschaft des Kirchenkreises

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf unterhält eine Partnerschaft zur Kenianisch Evangelisch-Lutherischen Kirche (KELC)*. Sie besteht seit mehr als 15 Jahren. Jährlich beteiligt sich der Kirchenkreis mit einer Summe von 10.000 Euro n einem Schulfonds, durch den Kinder die Schuluniform, das Schulessen oder die Gebühren für die weiterführende Schule ermöglicht werden. https://kelckenya.org/

Ein weiteres Projekt der KELC, das von hier aus unterstützt wird, ist das Pangani Lutheran Children Center (PLCC), in dem Mädchen von der Straße und aus dem zweitgrößten Slum in Nairobi eine Tagesbetreuung und damit den Einstieg in ein geregeltes Leben finden.

*Infos im Link vom Missionswerk Bayern

Kenia 2015

In den Herbstferien 2015 hat eine Jugendgruppe aus Hohenlockstedt eine Gemeinde in Kenia besucht.

Unter der Leitung des Jugendmitarbeiters Henrik Stiens und der Ökumenischen Arbeitsstelle Thorsten Pachnicke trafen die zehn Norddeutschen auf eine große Zahl von Jugendlichen aus Malindi am indischen Ozean. Hier ist ein kleiner Eindruck.

Kenia-Partnerschaften im Kirchenkreis

St. Anschar, Münsterdorf – Dagoretti
http://www.kirchengemeinde-muensterdorf.de/Tansania.html

Emmauskirchengemeinde, Elmshorn – Loitoktok und Entonet
http://www.loitokitok.de/index.html

Friedenskirchengemeinde, Elmshorn – Taveta

St. Jürgen, Horst – Kambu

Schulpartnerschaften

Julianka-Schule, Heiligenstedten – Leguruki, Tansania
http://www.julianka-schule.de/schulpartnerschaft.php

Rbz Steinburg, Itzehoe – Himo, Tansania
https://www.rbz-steinburg.de/unsere-schule/unsere-projekte/tansania.html

 

 

Hier lesen Sie mehr zum Thema Kirche weltweit

Das neue Partnerschaftsportal partnerschaften-weltweit.de bietet Ihnen die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren. Mit dem Portal wollen wir die vielfältigen Partnerschaften aus Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, aus Schulen und Kommunen sichtbar machen.
Zum Portal

Zentrum für Mission und Ökumene http://nordkirche-weltweit.de

Das Zentrum für Weltmission und kirchlichen Weltdienst ist so etwas wie das Außenministerium der Nordkirche: Hier finden sich Referenten für die Länder, in die unsere Kirche Kontakte unterhält oder für die globalen Zusammenhänge unserer Kirche (z.B. interreligiöser oder christlich-jüdischer Dialog). Darüber hinaus gibt es ein sehr aktives Freiwilligen- und Stipendiaten-Programm für junge Menschen und die Mitarbeiter in Übersee.


Kirchlicher Entwicklungsdienst KED www.ked-nordkirche.de

Der Kirchliche Entwicklungsdienst verwaltet die Gelder der Nordelbischen Kirche, die in die Zusammenarbeit der Kirchen weltweit investiert werden. Ein großer Teil dieser Arbeit findet allerdings auch bei uns in Form entwicklungspolitischer Bildungsarbeit statt. So ist auch die Arbeit von Pastor Pachnicke zum größten Teil über den Kirchlichen Entwicklungsdienst finanziert. Wer ein Projekt hat oder eine Begegnungsreise plant, kann Zuschussanträge auf folgendem Link finden: http://www.ked-nordkirche.de/foerderprogramme.html

Klimakampagne der Nordkirche www.kirchefuerklima.de
Infostelle Klimagerechtigkeit (ZMÖ) www.klimagerechtigkeit.de

Klima – ein aktueller Schwerpunkt in der weltweiten Kirche ist der Klimawandel bzw. das Stichwort „Klimagerechtigkeit“. Die Industrieländer haben den größten CO2-Ausstoß, aber die ärmeren Länder unserer Partnerkirchen haben am meisten mit den Auswirkungen zu kämpfen. Dazu gibt es im Nordelbischen Missionswerk eine eigens eingerichtete Infostelle. In der Nordkirche gab es bis zum Jahr 2015 eine Klimakampagne. Auf deren Seite finden Sie noch eine Menge gutes Material zur Klimaarbeit in Ihrer Gemeinde oder Gruppe: Kampagne.