Das Erntedankfest – eine gute Tradition

Dieter Timm, Pastor in Barmstedt

In jedem Jahr feiern wir Erntedankfest mit einem der Dörfer unserer Kirchengemeinde im Wechsel. Das fördert den Zusammenhalt der Generationen in dem jeweiligen Dorf und jede Ortschaft erhält so die Gelegenheit, sich den anderen in ihrer jeweiligen Eigenart zu präsentieren.

Aktive schmücken die Kirche und gestalten zusammen mit den Pastoren den Gottesdienst. Und hinterher wird ein kleines Programm angeboten, um sich mit Vereinen und Verbänden zu repräsentieren.

Damit das möglich ist, haben wir beschlossen, das diesjährige Erntedankfest am 29. September in unserer Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt zu feiern gemeinsam mit dem Ort Bilsen. Und unsere ganze Kirchengemeinde (und natürlich auch andere Interessierte) sind dazu eingeladen, mitzufeiern.

Offizieller Erntedanktermin ist allerdings erst einen Sonntag später, am 6. Oktober. Nur liegt dieser Termin in den Schulferien. Und wenn wir Wert darauf legen, dass möglichst viele Aktive den Gottesdienst mitgestalten, ist es schlecht an einem Termin zu feiern, an dem viele verreist sind. Und die Reform des Kirchenjahres gibt auch die Möglichkeit, mit dem Termin flexibel umzugehen.

Ich vermute, vor diese Frage sind alle Kirchengemeinden gestellt. Damit es also nicht zu Irritationen kommt, erkundigen Sie sich, wann in Ihrer Kirchengemeinde Erntedank gefeiert wird.

Gerade bei uns auf dem Lande ist das noch ein hohes und wichtiges Fest zum Abschluss der Ernte, die wie in jedem Jahr mal besser, mal schlechter ausfällt. Und bei aller Technisierung macht uns dieses Fest deutlich, wie abhängig wir Menschen von den „Launen“ der Natur bleiben, gerade in Zeiten des Klimawandels. Auch wenn es inzwischen ganzjährig Erdbeeren und Spargel zu kaufen gibt, bildet unsere Nahrungsgrundlage das, was unsere Bauern erwirtschaften.

Wann immer in Ihrer Gemeinde also Erntedank gefeiert wird, seien Sie herzlich eingeladen zu den Gottesdiensten, die ins Bewusstsein rufen, dass Nahrung nicht etwas Selbstverständliches ist, sondern – wie wir Christen sagen – Gottes Geschenk.

Ihr Dieter Timm, Pastor in Barmstedt

Veröffentlicht am Sa 28.09.2019