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23.09.17 [18:57 Uhr] Alter: 79 Tag(e)
Barmstedt: Visitation in der Groß-Kirchengemeinde

Mehr als 10.000 Mitglieder, drei Predigtstätten, dazu Jugendarbeit, Musik, diakonische und soziale Projekte. Barmstedt, die größte Kirchengemeinde im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, erfordert von sechs Pastoren und 172 Mitarbeitenden eine Menge Logistik und Abstimmung.

Und so erkundeten Propst Dr. Thomas Bergemann und sein Stellvertreter Torsten Becker die Gemeinde mit zwölf Dörfern zum Auftakt der pröpstlichen Visitation mit dem Diakoniebus – 76 Kilometer legten sie mit dem sechsköpfigen Pfarrteam in zwei Stunden zurück. Die Herausforderungen, eine großen Einheit zu managen, bewältigen die Gemeindeverantwortlichen offenbar gut: „Wir haben die Ausschüsse der drei Bezirke besucht und ich bin wirklich beeindruckt, wie gut es funktioniert“, sagte der Propst. So sei im Bezirk West rund um die neu gebaute Osterkirche in Sparrieshoop eine unglaubliche Aufbruchsstimmung spürbar.
Diakonie ist traditionell ein großes Thema in der Kirchengemeinde. So bietet die Ehrenamtliche Majbritt Bokisch jede Woche eine Mahlzeit für alle an, die nicht allein essen möchten. 17 Ehrenamtliche, darunter Flüchtlinge, helfen mit, die etwa 60 Besucher zu versorgen. Gesellschaft gibt es auch mit Pastor Raphael Steenbuck, der nun zum zweiten Mal eine Ferienfreizeit für ältere Jugendliche anbietet. Und im Bereich der Kirchenmusik hält Reinhard Deseniß die Fäden der drei Standorte zusammen. „Gemeindeaufbau ist mein Schwerpunkt“, sagt er. „Meine Kolleginnen und ich möchten möglichst für jedes Alter eine Möglichkeit anbieten zu musizieren.“ Auch die Konzerte bewegen sich im breiten Spektrum, von Klassik bis zum modernen Musical ist für fast jedes Ohr etwas dabei.
Weniger Lust haben die Pastoren indes, sich weiterhin so umfangreich im Bereich Bau einbringen zu müssen. Seit fast 20 Jahren werde ständig mindestens ein Gebäude saniert, von der Heiligen-Geist-Kirche über Pastorat bis hin zur Kita. „Wir arbeiten zwar toll mit der Bauabteilung der Verwaltung zusammen und werden gut unterstützt“, bekräftigt Pastor Tobias Jäger. Aber nun sehnten sich alle danach, dass die Phase ein Ende habe – und ein Pastor sich um seine eigentlichen Aufgaben kümmern kann.

Kategorie: Aus den Gemeinden, Aus dem Kirchenkreis