Wort zum Sonntag

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Von Pastorin Corinna Schmucker, Friedenskirchengemeinde - 12.03.2017

Was Gott zusteht

Ein Mann legt liebevoll einen wunderschönen Weinberg an, gibt ihn in vermeintlich gute Hände, wird aber weder respektiert, noch bekommt er jemals seinen Anteil. Im Gegenteil: seine Boten werden geschlagen und verspottet und sein Sohn als der zukünftige Erbe wird getötet. Die Pächter wollen den Weinberg für sich und wünschen sich sogar den Tod des Besitzers, um den anvertrauten Weinberg selbst zu besitzen (Mk 12,1-12). Es ist das Verhältnis von Gott und Mensch, das Jesus in diesem Gleichnis thematisiert. Wir Menschen haben Verantwortung von Gott übertragen bekommen. Verantwortung für die Schöpfung, für unsere Nächsten und auch nicht zuletzt für uns und unser Leben selbst. Doch statt dieser Verantwortung gerecht zu werden, wollen wir das Anvertraute besitzen und missachten damit Gott und auch seine Macht.
An diesem Sonntag lädt die evangelische Kirche im Gottesdienst dazu ein, auf sich selbst zu schauen und zu fragen: Wie ist mein ganz persönliches Verhältnis zu Gott? Bekommt Gott von mir, was ihm zusteht? Und welche Konsequenzen muss ich daraus ziehen?


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