Wort zum Sonntag

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Von Gabriele Petersen, Herzhorn und Süderau - 22.04.2017

Freispruch

Anschreiben-lassen beim Kaufmann - das war früher manchem peinlich. Heute ist Schuldenmachen gesellschaftsfähig: Häuser, Autos, Waschmaschinen und Sofas werden auf Pump gekauft. Gut, wer beim „Anschreiben-lassen“ nicht den Überblick verliert. Denn, wer Schulden macht, muss sie irgendwann abbezahlen - meist mit entsprechenden Zinsen in festgelegten Raten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Da kann einem schon mal das Wasser bis zum Halse stehen! Wie wunderbar wäre es für den Belasteten, einer würde einfach alle offenen Rechnungen zerreißen und sagen: „Du bist frei!“
In der Bibel lesen wir von so einem Freispruch: „Gott hat den Schuldbrief getilgt und ans Kreuz geheftet!“
Liebe Leserin, lieber Leser, Sie ahnen: Gott geht es nicht um finanzielle Schulden beim Kaufmann. Gott geht es um mehr, um viel mehr! Gott weiß, wo wir anderen etwas schuldig geblieben sind an Freundlichkeit, an Mitmenschlichkeit, an Hilfe, an Verständnis, an Verzeihen. Gott schaut uns an - allerdings nicht, um mit uns abzurechnen -, sondern um zu befreien. Gott sagt: „Ich liebe dich trotz allem. Deshalb zerreiße ich den Schuldzettel und hefte ihn ans Kreuz!“
Mit der Kreuzigung Jesu trotzt Gott unserer Schuld und der Schuld der ganzen Menschheitsgeschichte. Und mit der Auferstehung hält Gott ein Plädoyer für das Leben! Kreuz und Auferstehung bedeuten: Freispruch - ein für alle mal! Gott sei Dank!


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