Sterben, Tod und Trauer

„Gehört das so??!“ – Das kleine Mädchen stiefelt durch den Park, schleift eine große rote Handtasche hinter sich her und brüllt Parkbesucher an. Einige schauen verdutzt, bleiben stumm. Eine skurrile kleine Gruppe heftet sich an ihre Fersen und wird nicht schlau aus dem Geschrei, bis einer fragt: „Was ist eigentlich los mit dir?“ – „Elvis ist tot.“ Nein, nicht der Sänger. Das Mädchen öffnet die Tasche und zeigt auf den toten Kanarienvogel darin.

Im weiteren Verlauf der Geschichte, die Peter Schössow in einem Buch für Kinder erzählt und illustriert hat, wird die kleine Gruppe zu einer Gemeinschaft, die den toten Vogel beerdigt und mit dem Mädchen den Abschied von Elvis gestaltet. Dann gibt es Bienenstich und Kakao. Dabei kann das Mädchen endlich erzählen, wie das war mit ihr und Elvis. Es tut gut, dass die neuen Freunde das wissen wollen. Es ist die erste Begegnung des Kindes mit dem Tod. „Gehört das so?“ – Echtes Mitempfinden mindert nicht die Trauer, aber es löst die verwirrten Gefühle und befähigt zum Erinnern an das, was schön war und auch zu neuen Schritten in das Leben.

Auch für Erwachsene stellt die Zeit des Sterbens, des Todes und der Trauer eine Herausforderung und eine große seelische Aufgabe dar. Hilfreich sind gesellschaftlich anerkannte Rituale, z.B. Trauerfeier und Bestattung. Sie müssen nicht neu erfunden werden, sondern können das Handeln in einem Todesfall und die Gestaltung des Abschieds entlasten. Hierfür sind die Kirchen erprobte Ansprechpartner. Sie können sich an alle Pfarrämter des Kirchenkreises wenden.

Auch für alle Fragen der Begleitung im Sterben und in der Trauer gibt es in den Kirchen eine lange Tradition und fachliche Ausbildung. Besonders die Seelsorgedienste geben Beistand und Unterstützung in Krisenzeiten. Sie sind meist eingebunden in die zahlreichen anderen Netzwerke der Hospizbewegung und Beratungsdienste. Bitte wenden Sie sich an die Seelsorgedienste im Kirchenkreis.